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URI/SCHWYZ: Der Bär meldet sich wieder zurück im Kanton Uri

Der Bär wurde im Gebiet Rindermatt unterhalb der Chinzig Chulm gesichtet. Auch die Spuren sind eindeutig.
Markus Zwyssig/Laura Inderbitzin
Nicht immer ist es so gefahrlos, wenn man einen Bären sieht, wie hier im Tierpark Goldau. (Bild Romano Cuonz)

Nicht immer ist es so gefahrlos, wenn man einen Bären sieht, wie hier im Tierpark Goldau. (Bild Romano Cuonz)

Der Bär schien verschwunden, doch jetzt gibt es neue Spuren: Das Raubtier wurde Anfang Juli von einem Älpler/Jäger im Gebiet Rindermatt gesichtet. Die Rindermatt befindet sich auf Urner Kantonsgebiet unterhalb der Chinzig Chulm in Richtung Bisistal im Kanton Schwyz. Morgens um 7.30 Uhr ging die Meldung beim für das Gebiet zuständigen Urner Wildhüter Fredy Arnold ein. Der konnte blitzschnell reagieren, sich vor Ort begeben und die Spuren im Schnee nachweisen. Diese wurden von Arnold eindeutig als Bärenspuren taxiert. «Es wurden nicht nur Spuren des Bären gefunden, sondern es konnte auch eine Kotprobe eingesammelt werden», schrieb der Urner Jagdverwalter Josef Walker auf Anfrage unserer Zeitung. Diese habe man zur DNA-Analyse an die Uni Lausanne geschickt, doch bis man das Resultat erhalte, dauere es sicher noch zwei Wochen.

Ende Mai ist der Bär im Gebiet Hoch-Ybrig gesehen worden. Später fand man Spuren im Riedlig in der Gemeinde Bürglen, auf dem Haldi und im Maderanertal. Zudem hat am 23. Juni ein Skitourenfahrer Fotos von Spuren gemacht. Die Aufnahmen entstanden im Claridengebiet unter dem so genannten Yyswändli und konnten ebenfalls eindeutig dem Bären zugewiesen werden.

In Schwyz vermutet

Zurzeit könnte der Bär in Richtung Kanton Schwyz unterwegs sein. «Die Spuren deuten darauf hin, dass er Richtung Hürital und Bisistal läuft – aber natürlich kann er auf diesem Weg etliche Male seine Route ändern», sagt Pius Reichlin, Wildhüter im Muotatal. Im Moment könne man nichts weiter machen, als auf Meldungen von Sichtungen oder Spuren zu warten. «Selber zu suchen, bringt nichts – die Chance, dass man ihn irgendwo sieht, ist sehr klein», so Reichlin. Er sei froh, dass bisher alles ohne Zwischenfälle und Schäden abgelaufen sei. «Immerhin ist der Bär schon seit Ende Mai hier in der Gegend unterwegs – das ist ein gutes Zeichen.»

Auf Distanz gehen

Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, alle Beobachtungen wie Spuren oder Kot der kantonalen Jagdverwaltung zu melden. Zudem raten sie den Passanten, bei einer Sichtung eines Bären auf Distanz zum Raubtier zu gehen und nicht zu rennen.

Der Braunbär war zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Schweiz eigentlich ausgerottet. Im Juli 2005 wurde der erste Braunbär nach 100 Jahren wieder im Unterengadin beobachtet. Seither gab es immer wieder Sichtungen im Kanton Graubünden – und heuer nun auch in den Kantonen Schwyz und Uri.

Markus Zwyssig/Laura Inderbitzin

Wolf hat erneut zugeschlagen

MZ. Der Wolf hat am vergangenen Wochenende im Meiental mindestens drei Schafe gerissen. Das teilte Jagdverwalter Josef Walker gestern gegenüber unserer Zeitung auf Anfrage schriftlich mit.

Mitte/Ende Juni hatte man im Gebiet Guggital/Geissberg in der Gemeinde Erstfeld acht Schafe und im Gebiet Leitschach in der Gemeinde Gurtnellen vier Schafe entdeckt, die offenbar dem Wolf zum Opfer gefallen sein müssen. Im Mai 2016 hatte das Raubtier im Gebiet Grosstal in Isenthal acht Schafe von zwei verschiedenen Herden gerissen.

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