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Urner Älpler wollen Schaukäserei bauen

Vier Älplerfamilien planen im Gebiet Biel-Kinzig eine gemeinsame Käserei. 10 Prozent der Kosten von 720'000 Franken soll die Korporation Uri übernehmen.
Elias Bricker
Wie hier im Muotathal soll man bei der Käseherstellung zuschauen können. (Bild: Corinne Glanzmann (2012))

Wie hier im Muotathal soll man bei der Käseherstellung zuschauen können. (Bild: Corinne Glanzmann (2012))

Vier Älplerfamilien spannen zusammen: Sie planen, am Kinzigpass eine gemeinsame Käserei zu bauen, in der künftig die Milch von insgesamt rund 140 Kühen verarbeitet werden soll. Insgesamt rechnen sie mit Investitionen von rund 720'000 Franken. 10 Prozent davon soll die Korporation Uri übernehmen. Der Korporationsrat muss an seiner Sitzung am Freitag, 22. Juni, im Rathaus in Altdorf über den Betrag befinden.

Bisher jeder für sich

Die Älplerfamilien bewirtschaften die vier Unterstäfel Ober Gisleralp, Unter Gisleralp, Hinter Wissenboden und Vorder Wissenboden südlich des Kinzigpasses sowie das Oberstafelgebiet Rindermatt nördlich des Passübergangs (Gemeinden Bürglen und Spiringen). Die Alpen Hinter Wissenboden und Rindermatt befinden sich im Eigentum der Korporation. Bis anhin produzierte praktisch jeder Betrieb seinen eigenen Käse. Seit zwei Jahren verarbeiten drei Betriebe jedoch versuchsweise auf dem Betrieb von Alois Arnold-Reichmuth die Milch gemeinsam. Dazu stellten sie einen Käser ein.

Nun soll die Zusammenarbeit intensiviert werden: Auf der Alp Unter Gisleralp, auf halber Strecke zwischen Ratzi und Biel, soll eine neue Käserei gebaut werden. Die Einrichtung können die Bauherren, die nun eine gemeinsame GmbH gründen, mehrheitlich von den bisherigen Betrieben übernehmen. Da das Gebäude direkt am Schächentaler Höhenweg zu stehen kommt, soll auch ein Verkaufsladen integriert werden. Dank einer Glaswand können die Wanderer von dort direkt dem Käser über die Schulter schauen.

Auf Surenen wird ausgebaut

Im Gebiet Surenen-Äbnet (Gemeinde Attinghausen) verarbeiten die Älpler die Milch bereits seit rund 60 Jahren gemeinsam. Aktuell liefern vier Alpen ihre Milch in die Käserei. Doch künftig soll auch die Milch vom Steinäbnet den ganzen Sommer auf Usser Äbnet verkäst werden. Somit verarbeitet der Käser künftig Milch von rund 150 Kühen. Nun soll die mehr als 30 Jahre alte Sennhütte für 890'000 Franken saniert und erweitert werden. Die Käserei wird komplett neu eingerichtet, die Dienstwohnung renoviert und die Energieversorgung, die im Vergangenheit öfters ein Problem war, verbessert. Die Korporation soll sich mit 124'000 Franken am Projekt beteiligen. Das letzte Wort hat jedoch der Korporationsrat an seiner nächsten Sitzung.

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