Urner Baudirektion investiert fünf Millionen Franken beim Kollegi

Die Verkehrssicherheit rund ums Kollegi soll verbessert werden. Dazu müssen aber auch zahlreiche Bäume gefällt werden – jedoch weniger als vom Verkehrsclub VCS moniert.

Markus Zwyssig
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Die Urner Regierung informiert die Medien im Landratssaal – aufgrund der Coronamassnahmen mit ausreichend Abstand.

Die Urner Regierung informiert die Medien im Landratssaal – aufgrund der Coronamassnahmen mit ausreichend Abstand.

Bild: Markus Zwyssig (Altdorf, 10. November 2020)

Beim Kollegi in Altdorf wird einiges neu: Die Baudirektion investiert in eine verbesserte Verkehrsführung sowohl auf der Gotthard- als auch auf der Klausenstrasse. Insgesamt werden dafür fünf Millionen Franken aufgewendet. Davon sollen alle profitieren: Neu gemacht werden mehrere behindertengerechte Bushaltestellen, und es gibt neue Velostreifen. Die Fussgänger erhalten einen neuen Weg, der durch das Areal parallel zur Gotthardstrasse führt. Die Zahl der Veloabstellplätze im Kollegi vergrössert sich. Und auch Parkplätze und Abstellplätze werden neu angeordnet.

Eine neue Ausfahrt in die Klausenstrasse vis-à-vis der Ausfahrt Hochmühlegasse soll die Sichtverhältnisse verbessern. Der Fussgängerstreifen wird in Richtung Schächengrund versetzt. Eine neue Beleuchtung auf dem Areal soll die Ausleuchtung beim Parkplatz und in den Gehwegen verbessern. Die Entwässerung des Areals wird angepasst. Die Treppen vor dem Mitteltrakt werden neu ausgerichtet. Anpassungen im Bereich der Arealausfahrt zur Grundgasse sollen die zudem Verkehrssicherheit erhöhen.

Mehrwert im öffentlichen Verkehr und Gewinn an Sicherheit

Einzig vom Verkehrsclub der Schweiz VCS ging eine Einsprache gegen das Projekt ein. Bemängelt wird darin insbesondere die Rodung von rund 50 Bäumen. «Es ist schade um jeden Baum, der gefällt werden muss», sagte Roger Nager am Dienstag vor den Medien. Es seien aber weniger als 50 Bäume, zudem seien einige davon nicht mehr ganz gesund. Der entstehende Mehrwert insbesondere im öffentlichen Verkehr und der Gewinn an Sicherheit würden überwiegen. Der Kanton habe einen Landschaftsplaner und einen Gartengestalter beigezogen. Zusammen mit der Lehrerschaft werde beim Kollegi ein Baumlehrpfad verwirklicht. Nichts zu tun mit den gefällten Bäumen habe die Tatsache, dass beim Kollegikreisel ein Baum gepflanzt werde. «Das war schon lange so geplant», sagte Nager.

Die Arbeiten sollen in zwei Etappen ausgeführt werden, und zwar in den Jahren 2021 und 2022, jeweils in den Sommerferien. Anschliessend erfolgen die Umbaumassnahmen an den Bushaltestellen und im Strassenbereich. Pro Jahr wird von einer Bauzeit von vier bis fünf Monaten ausgegangen.