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Urner bevorzugen griechische Inseln

Ferien in Griechenland und in Übersee wurden von Urnern am häufigsten gebucht. Zu den touristischen Verlierern gehört die Türkei.
Remo Infanger
Auch Iraklion auf Kreta ist ein begehrtes Reiseziel. (Bild: Getty)

Auch Iraklion auf Kreta ist ein begehrtes Reiseziel. (Bild: Getty)

Sommerzeit heisst Ferienzeit. Das macht sich auch bei den Urner Reisebüros bemerkbar. Unsere Zeitung wollte wissen, wohin Urner in diesen Tagen am liebsten reisen und hat bei drei lokalen Reisebüros nachgefragt.

Als Inhaber der Reisestube Altdorf weiss Roger Camenzind: «Wenn es um Badeferien geht, ist mit Sicherheit Griechenland in diesem Jahr ganz vorne mit dabei.» Dem können Jörg Keller, Geschäftsführer von Idea Reisen und Erika Gisler, stellvertretende Filialleiterin von «Rilex» (ehemals Reisebüro Hauger), beipflichten. «Griechische Inseln wie Kreta, Rhodos oder Kos stehen bei Urnern besonders hoch im Kurs», so Gisler. Genauso gefragt sei aber auch Spanien. «Ob die kanarischen oder balearischen Inseln oder das spanische Festland – Badeferien sind dort äusserst beliebt», erklärt Gisler.

Familien mögen Camper-Touren durch Kanada

Geht es um Fernreisen nach Übersee, buchen Urner besonders viele Flüge zum nördlichen Nachbarn der USA. «Kanada erfreut sich steigender Beliebtheit», weiss Keller. Gisler ergänzt: «Für Familien ist Kanada ein Land, das gerne mit einem gemieteten Wohnmobil durchquert wird – ähnlich wie die Westküste der USA.» Seit einigen wenigen Jahren ist auch ein Reisetrend in nördliche Länder feststellbar. So hätten skandinavische Länder touristisch gesehen einen regelrechten Boom erfahren.

«Sehr beliebt sind Rundreisen mit einem Mietwagen, etwa durch Südschweden», sagt Gisler. Da die skandinavischen Destinationen aber grundsätzlich teurer sind, seien es besonders Pärchen oder Gruppen von Freunden, die es in die nördlichen Länder zieht. «Skandinavien ist keine Schnäppchendestination», so Camenzind. «Darum reisen Familien mit Kindern auch eher in den Süden.» Keller hält fest: «Den Run auf Skandinavien haben wir ebenfalls beobachten können. Doch ich glaube, der Höhepunkt ist erreicht.» Denn einerseits sei die Nachfrage in diesem Jahr nicht noch weiter gewachsen, und andererseits hätten die nördlichen Länder auch nicht die Kapazitäten für Massentourismus, wie das etwa südliche Destinationen am Meer haben. Was die Anzahl Buchungen anbelangt, würde vor allem die Türkei zu den Verlierern gehören. «Besonders die Debatte um Erdogans Politik hat viele Touristen fernbleiben lassen – auch solche, die sonst zu den Stammgästen gehörten», sagt Camenzind. Die Touristenzahlen in Ägypten hingegen hätten sich zwar wieder erholt, das Land sei aber nach wie vor ein «Wackelkandidat», wie Keller berichtet.

Trotz Internet besuchen noch immer viele das Büro

Beim Buchen von Ferien ist man längst nicht mehr auf einen Besuch im Reisebüro angewiesen. Hotelplattformen oder Flugvergleichsportale im Internet stehen in direkter Konkurrenz mit den Reisebüros. Doch Urner würden nach wie vor auf den Service in einem Büro setzen, wie das alle drei Reisespezialisten bestätigen. Finanzielle Einbussen hat man daher bisher in keinem der drei Reisebüros bemerkt. «Eine individuelle Beratung wird bei den Kunden immer noch sehr geschätzt, besonders dann, wenn es sich um eine längere Reise handelt», sagt Gisler.

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