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Urner Bikecracks zeigen solide Leistungen

Beim Bike-Festival konnten die Urner für einmal nicht um die Podestplätze mitkämpfen. Linda Indergand belegte bei den Frauen den 7. Platz und Fabio Püntener landete bei den Männern im 13. Rang.
Urs Hanhart
Der Italiener Gerhard Kerschbaumer fuhr die Konkurrenz im Eliterennen in Grund und Boden. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 30. Juni 2019)

Der Italiener Gerhard Kerschbaumer fuhr die Konkurrenz im Eliterennen in Grund und Boden. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 30. Juni 2019)

Ungewöhnlich hohe Temperaturen um 30 Grad prägten gestern die im Rahmen des Swiss Bike Cups im Urschner Hauptort ausgetragenen Cross-Country-Rennen der Hauptkategorien. Nicht gross von den knallharten Bedingungen beeindrucken liessen sich die Cup-Leaderin Ramona Forchini aus Wattwil und die ehemalige U23-Weltmeisterin Sina Frei aus Uetikon am See.

Dieses Duo legte einen fulminanten Start hin und setzte sich in der ersten von sieben Runden (Totaldistanz 25,2 Kilometer) vom restlichen Feld ab. In der Folge lieferten sich die Spitzenfahrerinnen ein packendes Duell um den Tagessieg, das die 25-jährige St. Gallerin Forchini in der vorletzten Runde mit dem entscheidenden Antritt für sich entscheiden konnte. Youngster Frei brach in der Schlussphase etwas ein und wurde von der stark aufdrehenden Britin Evie Richards auf den 3. Platz verwiesen.

Linda Indergand erkämpfte sich bei den Frauen den 7. Platz. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 30. Juni 2019)

Linda Indergand erkämpfte sich bei den Frauen den 7. Platz. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 30. Juni 2019)

Linda Indergand schon früh geschlagen

Im Vorjahr hatte die Silenerin Linda Indergand bei ihrem Heimrennen den 3. Platz belegt. Deshalb und auch aufgrund der bisherigen Saisonresultate wurde die 26-jährige Urnerin als Mitfavoritin oder zumindest als Anwärterin auf einen Podestplatz gehandelt. Aber der Lokalmatadorin lief es von Beginn weg nicht wunschgemäss, wie sie nach dem Rennen verriet: «Ich hatte einen schlechten Start und verlor früh den Anschluss an die Spitze. Das entstandene Loch konnte ich dann nicht mehr zufahren. Die heutige Leistung war ganz okay. Es ist mir zwar nicht richtig gut, aber auch nicht schlecht gelaufen. Die Hitze hat mir ganz schön zu schaffen gemacht.»

Indergand reihte sich nach der ersten Runde an 7. Stelle ein, unmittelbar hinter der Olympiasiegerin von 2012 Julie Bresset aus Frankreich, und vermochte diese Position bis zum Schluss zu verteidigen. Allerdings wuchs der Rückstand auf die Spitze bis auf happige 6 Minuten an. «Mit meiner aktuellen Form bin ich eigentlich ganz zufrieden», sagte Indergand. «Ich hoffe nun, dass ich in den nächsten beiden Weltcuprennen Top-Ten-Platzierungen herausfahren kann.»

Fabio Püntener (Startnummer 26) erkämpfte sich bei den Männern den 13. Platz. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 30. Juni 2019)

Fabio Püntener (Startnummer 26) erkämpfte sich bei den Männern den 13. Platz. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 30. Juni 2019)

Im nächsten Jahr wird es in Andermatt wegen des Tour-de-Suisse-Weekends kein Swiss-Cup-Rennen geben. Ob diese Serie in zwei Jahren wieder im Urserntal gastiert, ist ungewiss. Dazu meinte die beste Urner Bikerin: «Es wäre sehr schade, wenn es unser stets sehr gut organisiertes Heimrennen nicht mehr geben würde. Mir macht es immer grossen Spass, vor heimischer Kulisse anzutreten. Die Stimmung war super. Ich bin von den Urner Fans frenetisch angefeuert worden.»

Machtdemonstration der Weltnummer 1

Im hervorragend besetzten Rennen der Männer über acht Runden (28,8 Kilometer) gab es zum Leidwesen der heimischen Fans einen grossen Abwesenden. Lokalmatador Reto Indergand, der vor zwei Jahren in Andermatt triumphiert hatte, musste wegen einer Erkältung auf den Start verzichten. Sicher ein kluger Entscheid, angesichts der wichtigen Wettkämpfe, die sich in den nächsten Wochen Schlag auf Schlag folgen.

Zur ganz grossen Figur avancierte Gerhard Kerschbaumer. Der 28-jährige Italiener, seines Zeichens aktuelle Weltnummer 1, wurde seiner Rolle als Topfavorit vollauf gerecht. Er setzte sich praktisch von Beginn weg resolut an die Spitze des Feldes und zermürbte die Konkurrenz mit einem horrenden Tempo. Einzig der Neuseeländer Anton Cooper konnte das Hinterrad von Kerschbaumer eine Zeit lang halten, musste dann jedoch ebenfalls abreissen lassen. Fabio Püntener aus Silenen, der einzige verbliebene Urner im rund 50-köpfigen Peloton, zeigte eine ausgezeichnete Leistung. Der 20-jährige Youngster startete relativ verhalten und arbeitete sich immer weiter nach vorne. Schliesslich landete Püntener mit 4.17 Minuten Rückstand im sehr guten 13. Rang. Zum 10. Platz fehlten ihm lediglich 33 Sekunden.

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