Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Urner Biker zeigen starkes Finale

Fabio Püntener, Delia Da Mocogno, und Andri Zgraggen fahren am Swiss-Bike-Cup-Finale aufs Podest. Reto Indergand eroberte sich in der Gesamtwertung den 3. Rang. Seine Schwester Linda überraschte mit einer würdigen Fairplay-Aktion.
Josef Mulle
Fabio Püntener (links) und Reto Indergand sorgten auch im Tessin für Furore. (Bild: PD)

Fabio Püntener (links) und Reto Indergand sorgten auch im Tessin für Furore. (Bild: PD)

Das Finale des Swiss Bike Cup, fand am vergangenen Wochenende in Lugano statt. Die Strecke in Corona, oberhalb Lugano, zeichnet sich als physisch sehr anspruchsvoller Parcours mit langen steilen Anstiegen und technisch fordernden Abfahrten aus. Diese Konzentration an Schwierigkeiten lässt in der gesamten Rennphase fast keine Erholung zu, und so werden die Akteure auch am Saisonende noch einmal aufs Äusserste gefordert. Dies hinderte die Urner Delegation jedoch nicht daran, auch zum Saisonabschluss mit glänzenden Resultaten aufzuwarten.

Fabio Püntener erwischte einen ausgezeichneten Start, und zeigte sich schon nach der ersten Runde in der Spitzengruppe. Dort bestimmten die beiden Landesmeister Filippo Colombo (CH) und Juri Zanotti (IT) das Tempo, während Püntener, taktisch geschickt, seinen Rhythmus fahren konnte.

Püntener nur vom Schweizer Meister besiegt

Die Entscheidung fiel in der zweitletzten Runde, als Colombo eine Attacke startete und die Urner Nachwuchshoffnung als Einziger ans Hinterrad des Ausreissers sprintete. In der Endabrechnung war es dann der 2. Platz. Ein absolutes Spitzenergebnis für Püntener in seinem ersten Jahr als U23-Fahrer. «Es war natürlich schon genial mit dem U23-Schweizer- und Team-Weltmeister auf der Lenzerheide um den Sieg hier in Lugano zu fahren. Dieses Ergebnis gibt mir bereits Motivation und Zuversicht für die kommende Saison», bilanzierte ein überglücklicher Püntener nach der Zieldurchfahrt.

Einen sehr guten Wettkampf zeigte im Herren-Eliterennen auch Reto Indergand vom BMC Racing Team. Den Sieg holte sich in überlegener Manier der WM-Zweite Gerhard Kerschbaumer (IT) vor dem Schweizer Mathias Flückiger. Indergand fuhr hinter Nino Schurter auf den sehr guten 8. Tagesrang und holte sich damit in der Gesamtwertung den 3. Podestplatz. Nach zwei ersten Rängen in den vergangenen zwei Jahren ist dies bereits das dritte Mal, das der Urner Ausnahmekönner ein Platz auf dem Treppchen ergattern konnte.

Bei den Frauen passierte Aussergewöhnliches. Den Wettkampf wurde schliesslich von der Russin Irina Kalentyeva gewonnen. Im Feld der Juniorinnen erkämpfte sich Melanie Tresch, Strüby BiXS Team, den 6. Platz, was ihr die gleiche sehr gute Klassierung in der Gesamtwertung einbrachte.

Fairplay von Linda Indergand erntet grossen Respekt

Eine starke Fairplay-Aktion spielte sich bei den Damen ab. Während an der Spitze Jolanda Neff in der ersten Abfahrt einen schlimmen Sturz zu verzeichnen hatte, fuhren alle Konkurrentinnen an der Schweizerin vorbei, nicht aber Linda Indergand. Sie hielt an, um sich um Jolanda zu kümmern. «Ich konnte einfach nicht vorbeifahren, denn sie ist ja nicht nur eine Konkurrentin, sondern auch meine beste Freundin unter den Rennfahrerinnen», so die Beweggründe für die spontane Reaktion. Die beiden kämpfen, leiden, und freuen sich schon seit 15 Jahren zusammen, teilen meistens auch in Trainingslagern, an EM und WM das Zimmer. Indergand begleitete Neff bis zur Technischen Zone, wo Neff das Rennen wegen Knieschmerzen aufgeben musste.

Indergand ihrerseits informierte den Rennkommissär dahingehend, dass sie, um möglichst schnell bei der Sanität zu sein, eine Abkürzung mit Neff genommen habe und sie nun das Rennen wegen nicht korrektes Befahrens der Rennstrecke aufgebe. Dies kostete Indergand den 3. Gesamtrang des Swiss Bikes Cup, brachte ihr aber für ihr gelebtes Fairplay grossen Respekt und Bewunderung im gesamten Bike-Tross ein. (jm)

Delia Da Mocogno, ein Versprechen für die Zukunft

Im Nachwuchsbereich gaben bei der Delegation der IG Radsport Uri einmal mehr die jungen Damen ihren männlichen Kollegen das Nachsehen. Ein Spitzenergebnis gelang in der Kategorie Mega Mädchen dem Silener Nachwuchstalent Delia Da Mocogno, die nur durch neun Sekunden den ersten Saisonsieg verpasste. Die Silenerin fährt auch auf der Strasse sehr stark und hat damit das Potenzial einmal in die Fussstapfen von Linda Indergand zu treten. Aline Epp, VMC Silenen, und Lorena Leu, Radsport Altdorf, bestätigten mit ihren Top-Ten-Klassierungen die Frauen-Power in der IG Radsport Uri.

Bei den Knaben erzielte Sven Gerig, VMC Erstfeld, mit dem 7. Rang das beste Ergebnis der IG-Fahrer. Nach zwei Siegen reichte es für Andri Zgraggen, Strüby BiXS Team, in der Fun-Kategorie Herren mit dem zweiten Platz zu einem Spitzenergebnis. Christian Zberg, VMC Silenen, fuhr in der gleichen Kategorie auf den 8. Platz, während sein Clubkollege Bruno Küttel bei den Fun-Senioren den 9. Rang belegte. Beide waren zudem als Betreuer des IG-Nachwuchses im Einsatz.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.