Urner Bioprodukte sollen bekannter werden

Mitglieder des Vereins Bio Uri haben beim «Bio-Treff» in Hospental Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch erhalten. Dank einer neuen Website will der Verein mehr auf sich aufmerksam machen.

Christoph Näpflin
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Die Urner Biobauern auf Hofbesichtigung im Urserntal bei Franco Cattaneo.

Die Urner Biobauern auf Hofbesichtigung im Urserntal bei Franco Cattaneo.

Bild: PD

Mitglieder des Vereins Bio Uri trafen sich zu einer Betriebsbesichtigung bei der Betriebsgemeinschaft Urbeef Monn & Cattaneo in Hospental. Die Familien betreiben seit 2014 auf 1500 Metern über Meer einen Biobetrieb. Die 50 Mutterkühe und deren Jungtiere sowie die beiden Stiere erhalten eigens für sie produziertes Futter und können sich in einem modernen Laufstall bewegen. Im Sommer erhalten die Tiere Gras in Bio-Knospen-Qualität und im Winter Heu und Mais.

Betriebsleiter Franco Cattaneo hat vor 22 Jahren den Verein Bio Uri mitbegründet. Im Betrieb hilft nebst Rita Monn auch bereits die nächste Generation der beiden Familien tatkräftig mit. Die Betriebsbesichtigung in Hospental bot den 30 anwesenden Mitgliedern viel Gelegenheit zu einem interessanten Erfahrungsaustausch untereinander. «Unsere Arbeit steht ganz im Zeichen davon, dass Mensch und Tier im Einklang mit der Natur sind», sagte die Seelisbergerin Edith Aschwanden von der Geschäftsstelle des Vereins. Darum soll ab dem nächsten Frühling eine eigene Website über die Produkte und die Arbeit von «Bio Uri» informieren und so deren Arbeit bekannter machen.

Fleisch, Gemüse und Obst aus 50 Urner Biobetrieben

Aktuell arbeiten rund 50 Betriebe im Kanton Uri nach den Vorschriften und den Richtlinien von Bio Suisse, dessen Mitglied der Verein Bio Uri ist. «Die meisten Biobetriebe sind Fleischproduzenten», so Aschwanden. «Auf dem Eyelenhof in Attinghausen wird Urner Biogemüse und bei Patrick Amstad in Seelisberg Bio-Obst hergestellt. Drei Biobetriebe in Seelisberg liefern die Milch zum Bio-Rütli-Bergkäse, welche die Bergkäserei Aschwanden herstellt.» So fasst Edith Aschwanden das Angebot der Urner Biobauern zusammen. Einige arbeiten als Teilzeit- oder Hobbybetriebe, die meisten leben aber von ihrem Biobetrieb. «Speziell ist sicher auch, dass der Anteil der Frauen, welche auf den Biobetrieben mitarbeiten oder sogar diesen selber führen, sehr hoch ist», so Aschwanden.