Urner Corona-Sonderstab rät von regelmässigen Heimbesuchen  ab

Heimbetriebe können Besucher mit grippeähnlichen Symptomen nach Hause schicken.

Christian Tschümperlin
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Die neuen Empfehlungen greifen auch im Altersheim Gosmergartä in Bürglen.

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Bild: Urs Hanhart (4. Juni 2018)

Das Coronavirus kann für Personen ab 65 und für alle mit Vorerkrankungen gefährlich sein. Deshalb will der Urner Corona-Sonderstab betroffene Gruppen besonders schützen. Er bittet Angehörige, Freunde und Bekannte von Heimbewohnern, ihre Besuche in den Heimbetrieben zu reduzieren und stattdessen den telefonischen Kontakt zu intensivieren.

Die Besuche sollen auch zeitlich reduziert und auf nahestehende Bezugspersonen beschränkt werden. Zu vermeiden sind zusammen mit Heimbewohnern öffentliche Verkehrsmittel, Ausflüge, Veranstaltungen, Menschenansammlungen sowie Familienfeste.

Verzicht auf Umarmungen wird geraten

In einer Mitteilung macht der Sonderstab zudem auf die geltenden Hygienevorschriften aufmerksam, die auch für Heime gelten: «Verzichten Sie auf Händeschütteln, Begrüssungsküsse und auf Umarmungen. Achten Sie auf die nötige Distanz.»

Die Heimbetriebe behalten sich das Recht vor, Personen mit grippeähnlichen Symptomen nach Hause zu schicken. «Die Urner Heimbetriebe danken für die Mithilfe zum guten Gelingen, zum Schutz und zur Sicherheit für uns alle», heisst es in der Mitteilung.

Die Sterberate für Personen ab 79 Jahren liegt gemäss chinesischen Wissenschaftlern bei 15 Prozent, bei Personen mit Bluthochdruck bei 6 Prozent, wie die NZZ schreibt. Weiter gehören gemäss dem Bundesamt für Gesundheit zur Risikogruppe insbesondere Menschen mit Atemwegserkrankungen, Diabetes oder unterdrücktem Immunsystem sowie Krebspatienten. 

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