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Urner Cracks verpassen den Sieg

Beim Andermatter Nachtslalom lief es den Urnern nicht ganz wunschgemäss. Vorjahressieger Andreas Schuler, SC Spiringen, musste dem völlig entfesselten Berner Stefan Schneeberger den Vortritt lassen.
Urs Hanhart
Nachtslalom in Andermatt: Andreas Schuler vom SC Spiringen klassierte sich als bester Urner im 2. Rang. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 26. Dezember 2018)

Nachtslalom in Andermatt: Andreas Schuler vom SC Spiringen klassierte sich als bester Urner im 2. Rang. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 26. Dezember 2018)

Die regionale Skirennsaison wurde am Stephanstag traditionsgemäss mit dem 18. Andermatter Nachtslalom eröffnet. Dieser Anlass dürfte sowohl für die Aktiven als auch für die Zuschauer zweifellos zu den attraktivsten Events des gesamten Winters zählen. Im blau-roten Stangenwald auf dem untersten Teil der flutlichterhellten und von zahlreichen Zaungästen gesäumten Nätschen-Piste vermochten sich die einheimischen Cracks allerdings nicht ganz so gut in Szene zu setzen wie in den Vorjahren. Unter dem Strich schaute beim Auftaktrennen zum ZSSV-Raiffeisen-Grand-Prix nur gerade ein Podestplatz heraus. Bei den Frauen gingen die Urnerinnen in Bezug auf Medaillen für einmal ganz leer aus.

Nach seinem Vorjahressieg stieg der amtierende Amateur-Vize-Schweizer-Meister Andreas Schuler als Topfavorit ins Rennen. Der 19-jährige Spirgner legte denn auch einen soliden ersten Lauf ohne zeitraubenden Schnitzer hin. Mit 30,58 Sekunden liess er sich die Bestzeit notieren.

Stefan Schneeberger deklassiert Konkurrenz

Tagessieger Stefan Schneeberger vom SC Eggiwil deklassierte die Konkurrenz. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 26. Dezember 2018)

Tagessieger Stefan Schneeberger vom SC Eggiwil deklassierte die Konkurrenz. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 26. Dezember 2018)

Schulers Bestzeit hatte aber nicht lange Bestand. Nur wenige Minuten später kam nämlich mit Stefan Schneeberger ein Fahrer, der die gesamte Konkurrenz regelrecht in Grund und Boden fuhr. Der Slalomspezialist vom Skiclub Eggiwil im Emmental flog förmlich die Piste hinunter und absolvierte den sehr direkt gesteckten Kurs 0,71 Sekunden schneller als der vormalige Leader. Alle anderen lagen schon fast 1 Sekunde und mehr im Hintertreffen und hatten aufgrund der Kürze des Slalomhangs bereits keine Chance mehr, in den Kampf um den Tagessieg einzugreifen. Zu seinem Traumlauf sagte Schneeberger: «Ich bin auf dieser ausgezeichnet präparierten Piste voll auf Angriff gefahren. Das Risiko hat sich bezahlt gemacht. Alles ist perfekt aufgegangen.»

Den Vorsprung sogar noch ausgebaut

Zu seiner Taktik für den zweiten Durchgang verriet der Berner, der im vergangenen Winter an den Amateur-Schweizer-Meisterschaften hinter Schuler Bronze geholt hatte: «Mein Polster auf die Verfolger ist zwar recht komfortabel. Dennoch werde ich aber nicht gross taktieren, sondern nochmals kompromisslos attackieren. Schneebergers Devise («Angriff ist die beste Verteidigung») erwies sich im wahrsten Sinne des Wortes als goldrichtig, brachte er doch das Kunststück fertig, im deutlich eckiger ausgeflaggten Entscheidungsdurchgang mit einer erneuten Laufbestzeit (34,01 Sekunden) nachzudoppeln. Dadurch knöpfte er seinem härtesten Widersacher Schuler weitere 46 Hundertstelsekunden ab und distanzierte diesen in der Endabrechnung um insgesamt 1,17 Sekunden. Schneeberger kam somit zu einem völlig unangefochtenen Tagessieg. Es war nicht sein erster in Andermatt, denn bereits vor einigen Jahren hatte er sich beim Urschner Flutlichtspektakel durchgesetzt. Als zweitbester Urner klassierte sich Robin Bissig vom SC Isenthal hinter Kilian Fleiss, SC Sattel Hochstuckli, im undankbaren 4. Gesamtrang. Auf den Tagessschnellsten handelte er sich einen Rückstand von fast 3 Sekunden ein.

Sarah Briker-Stucki knapp am Podest vorbei

Tagessiegerin Carina Truttmann vom SC Sattel-Hochstuckli zeigte eine angriffige Fahrt. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 26. Dezember 2018)

Tagessiegerin Carina Truttmann vom SC Sattel-Hochstuckli zeigte eine angriffige Fahrt. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 26. Dezember 2018)

Bei den Frauen gaben diesmal ganz klar die auswärtigen Fahrerinnen den Ton an. Tagessiegerin Carina Truttmann vom SC Sattel-Hochstuckli agierte sogar noch überlegener als Schneeberger bei den Männern. Die 20-jährige Schwyzerin zauberte in beiden Durchgängen jeweils eine überlegene Laufbestzeit in den Schnee und triumphierte in der Gesamtabrechnung mit fast 2 Sekunden Vorsprung auf Amateur-Schweizer-Meisterin Janine Wicki vom SC Sörenberg, die im Vorfeld als Kronfavoritin gehandelt worden war. Als beste Urnerin erkämpfte sich Sarah Briker-Stucki mit über 5 Sekunden Rückstand auf die Tagesschnellste, den 4. Platz. Die 34-jährige gebürtige Luzernerin, die seit geraumer Zeit für den SC Edelweiss Bürglen fährt, schrammte nur gerade um 23 Hundertstelsekunden am Podest vorbei.

Sarah Briker-Stucki klassierte sich als beste Urnerin im 4. Rang. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 26. Dezember 2018)

Sarah Briker-Stucki klassierte sich als beste Urnerin im 4. Rang. (Bild: Urs Hanhart, Andermatt, 26. Dezember 2018)

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