Urner FDP-Landrat sieht keine Zukunft für Kreisel in Flüelen

Matthias Steinegger will wissen, was der Regierungsrat gegen die regelmässigen Staus am Kreisel A2/A4 in Flüelen zu tun gedenkt. Der heutigen Lösung bescheinigt er schlechte Aussichten.

Christian Tschümperlin
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Der Stau am Kreisel der Flüelerstrasse zur Verbindung A2 (Seelisbergtunnel) und A4 (Axenstrasse) ist für viele Pendler ein tägliches Ärgernis: Es bestünden fast täglich Staukolonnen, die länger sind als die Staus durch Altdorf, schreibt FDP-Landrat Matthias Steinegger (Flüelen) in einer Interpellation vom Mittwoch. «An Wochenenden werden die Automobilisten ein bis zwei Kilometer vor der Ausfahrt A4 auf den Pannenstreifen gewiesen. Bei starkem Tourismusverkehr über den Klausen staut sich der Verkehr auf der Flüelerstrasse bis über das Moosbad.»

Der Kreisel in Flüelen ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Oft kommt es zu Überlastungen.

Der Kreisel in Flüelen ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Oft kommt es zu Überlastungen.

Bild: Elias Bricker

Matthias Steinegger will wissen, wie es mit dem Kreisel weitergeht und ersucht den Regierungsrat um folgende Auskünfte:

  • Wie ist der Stand der Planungsarbeiten für die Sanierung der Verbindung A2/A4 Kreisel Flüelen? 
  • Der Lead für die Neue Axenstrasse an der Kantonsgrenze Schwyz-Flüelen liegt beim Kanton Uri. Ist damit auch der Kreisel Flüelerstrasse inbegriffen? 
  • Falls das Bundesamt für Strassen zuständig ist, ist der Regierungsrat bereit, sich bei diesem zu Gunsten einer raschen Bereinigung der Verkehrssituation einzusetzen? 
Matthias Steinegger

Matthias Steinegger

Bild: PD

Der Kreisel Flüelerstrasse ist die einzige befahrbare Verbindung zwischen Flüelen östlich und westlich der Bahn, die Staus sind ein altes Politikum. Bei der Aufhebung der Niveauübergänge in Flüelen wurde der Gemeinde 1983 ein Konzept vorgestellt, das eine direkte Verbindung A2 mit A4 enthielt und den Lokalverkehr nicht beeinträchtigt hätte, wie Steinegger weiter schreibt. «Später kam auf Betreiben des Kantons Uri und gegen den Willen der Instanzen in Bern die Kreisellösung zur Ausführung.» Steinegger glaubt, dass diese Lösung längerfristig nicht haltbar ist. «Nachdem der Kanton Uri die Kreisellösung mindestens mitverursacht hat, ist ein energisches Engagement des Regierungsrates angebracht.»