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Urner «Femme-Tische» organisiert zum Jubiläum eine Weiterbildung

«Femmes-Tische» ist ein Angebot, das erziehende Frauen zusammenbringt. Seit 10 Jahren werden in Uri im Rahmen des Projektes Themen aus den Bereichen Familie und Gesundheitsförderung diskutiert.
Sie moderieren in Uri; von links: Fatma Cosarpinar, Myrvete Sheholli, Simone Abegg, Carla dos Santos, Kaoutar Zgraggen, Akberet Mehari, Vijitha Baskaram und Yvette Zurfluh (es fehlt Sonia Mohammadi). (Bild: PD)

Sie moderieren in Uri; von links: Fatma Cosarpinar, Myrvete Sheholli, Simone Abegg, Carla dos Santos, Kaoutar Zgraggen, Akberet Mehari, Vijitha Baskaram und Yvette Zurfluh (es fehlt Sonia Mohammadi). (Bild: PD)

(pd/ml) Das Urner Projekt des nationalen Präventions- und Gesundheitsförderungsprogramm «Femmes-Tische» hat kürzlich im Treffpunkt 26 in Altdorf sein 10-jähriges Bestehen gefeiert. Im Rahmen des Projektes werden moderierte Gesprächsrunden für Frauen organisiert.

Zum Jubiläum wurde eine Weiterbildung für die Moderatorinnen zum Thema «Gesprächsführung» durchgeführt. Yvonne Ledergerber, langjährige Standortleiterin von Femmes-Tische Zürcher Unterland, konnte den Moderatorinnen mit ihrem Wissen und ihren langjährigen Erfahrungen Inputs und Übungsbeispiele für die Umsetzung in den Gesprächsrunden mitgeben.

Bei der Jubiläumsfeier waren die Initiantinnen des Projektes, Beatrix Küttel und Regula Wyss, Regierungsrätin Barbara Bär und Lena Greber von der Ansprechstelle Integration anwesend. Ebenfalls nahmen Carmen Valsecchi Lauener von der Stiftung interkulturelle Begegnung, die die Jubiläumsveranstaltung finanziell unterstütze, Michael Kunkel, Präsident des Vereins Gesundheitsförderung Uri, sowie Kurt Strehler, Leiter Asyl- und Flüchtlingsdienst des SRK Uri, teil.

Sieben Frauen moderieren in Uri

«Femme-Tische» wurde 2009 im Rahmen des Urner Aktionsprogramms «Ernährung und Bewegung» von der Gesundheitsförderung Uri lanciert. Die damalige Programmleiterin Beatrix Küttel hat das Projekt in die Massnahmen des kantonalen Aktionsprogramms aufgenommen. Tatkräftig unterstützt wurde sie von der ersten Projektleiterin Regula Wyss. Sie hat die Arbeit mit den Moderatorinnen aufgebaut und mit ihrer Person und ihrem Engagement das Projekt von Anfang an geprägt.

Aktuell sind im Kanton Uri sieben Moderatorinnen in sieben verschiedenen Sprachen für das «Femme-Tische tätig (Albanisch, Arabisch, Farsi, Portugiesisch, Tamilisch, Tigrinya und Türkisch). Einige sind bereits seit Beginn des Projektes mit dabei. Bei jährlich etwa 30 Gesprächsrunden werden insgesamt rund 130 Frauen erreicht.

Standortleiterin des Projektes ist Simone Abegg. Sie leitet das Programm «Ernährung und Bewegung» bei der Gesundheitsförderung Uri und ist von der Wirkung des Projektes überzeugt:

«Unser Ziel ist es, die Gesundheitskompetenzen und die Lebensqualität aller Menschen im Kanton Uri zu fördern. Das Projekt Femmes-Tische spricht Personen an, die wir mit vielen anderen Massnahmen nicht erreichen und hat für uns daher einen grossen Stellenwert.»

Die operative Projektleitung hat seit 2012 Yvette Zurfluh inne. Für sie ist klar: «Nebst der interessanten Zusammenarbeit mit den Frauen aus verschiedenen Kulturen und Ländern überzeugt mich die Effektivität und Nachhaltigkeit des Projektes.»

Bei den Treffen können Kontakte genküpft werden

(pd/ml) Femmes-Tische wird seit 1996 an über 30 Standorten in der ganzen Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein umgesetzt. Jährlich nehmen über 9000 Frauen am Programm teil. Femmes-Tische ist ein niederschwelliges Bildungsangebot für Frauen. Im Rahmen des Projektes diskutieren Frauen – mehrheitlich mit Migrationshintergrund – in ungezwungenen Diskussionsrunden Fragen zu den Themen Familie, Erziehung, Gesundheit, Prävention und Integration. Die Moderatorinnen sind keine Fachfrauen in den jeweiligen Themen, werden aber in der Leitung von Gesprächsrunden geschult. Zudem werden sie in die verschiedenen besprochenen Themen eingeführt und erhalten entsprechendes Moderationsmaterial. Die Moderatorinnen haben selber einen Migrationshintergrund und verfügen über ein grosses Beziehungsnetz. Sie leiten die Gesprächsrunden in ihrer Muttersprache. Die Diskussionen finden im privaten oder (halb-)öffentlichen Raum statt. Das Projekt vermittelt alltagsnahes Wissen in den Themenbereichen Familie, Erziehung und Gesundheitsförderung. Die Teilnehmerinnen lernen gesundheitsfördernde und erzieherische Massnahmen kennen und wenden sie an. Auch erfahren sie mehr über ihr Gastland, dessen Institutionen und Kultur. Durch Information und Erfahrungsaustausch bauen sie wichtige Ressourcen auf und stärken ihre sozialen Kompetenzen. Dadurch wird das Selbstvertrauen der Teilnehmerinnen gestärkt und es werden ihnen neue Handlungsmöglichkeiten in Richtung eines bewusst gestalteten familiären Alltags eröffnet. Die Femmes-Tische-Gesprächsrunden tragen daher viel zum Wohlbefinden in der Familie bei und leisten einen Beitrag zur Integration der Migrationsbevölkerung. Durch die private Atmosphäre und die kleinen Gruppen fördert Femmes-Tische auch den Kontakt unter den Frauen und gibt ihnen die Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen. Deshalb darf nach den Diskussionen auch der informelle Teil nicht fehlen.

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