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Firmen bezahlen in Uri bald weniger Steuern

Der Kanton Uri heisst mit 7263 zu 3174 Stimmen eine Anpassung des Steuergesetzes gut. Der Finanzdirektor freut sich über das deutliche Ergebnis.
Markus Zwyssig

Die Urner haben mit 69,6 Prozent Zustimmung eine Änderung des kantonalen Steuergesetzes beschlossen. Die Anpassung wurde wegen der Steuerreform mit AHV-Finanzierung (Staf-Vorlage) nötig. Steuerprivilegien werden abgeschafft. Dafür werden die Gewinnsteuern für sämtliche Unternehmen von 14,9 auf 12,6 Prozent gesenkt. So entstehende Steuerausfälle werden einerseits mit Bundesgeld aufgefangen. Andererseits wird die Dividendenbesteuerung «aus massgeblichen Beteiligungen» von 40 auf 50 Prozent angehoben. Das entspricht dem im Bundesgesetz vorgeschriebenen Minimum. Mit diesen Anpassungen will der Kanton Uri im Steuerwettbewerb mithalten können.

Kanton profitiert, Gemeinden büssen ein

Für den Kanton lohnen sich die Anpassungen. Gerechnet wird in den ersten fünf Jahren mit jährlich rund 525000 Franken Mehreinnahmen. Ab 2025 – wenn die zuvor privilegierten Firmen nach fünfjähriger Übergangsfrist ebenfalls voll besteuert werden – sollen es dann etwa 1,4 Millionen Franken sein.

Weniger gut kommen die Einwohner- und Kirchgemeinden weg. Für sie werden jährliche Einbussen von insgesamt 195000 beziehungsweise 243000 Franken in den ersten fünf Jahren prognostiziert. Danach sollen die Mindereinnahmen auf 240000 respektive 276000 Franken pro Jahr ansteigen.

Finanzdirektor zeigt sich sehr erfreut

Der Urner Finanzdirektor Urs Janett

Der Urner Finanzdirektor Urs Janett

Urs Janett, den unsere Zeitung am Sonntag am Rande des Pistolenrütlischiessens auf dem Rütli befragen konnte, war sehr erfreut über das deutliche Abstimmungsergebnis. «Das ist ein klares Zeichen gegenüber der Urner Wirtschaft und den vielen Arbeitsplätzen, welche diese der Bevölkerung zur Verfügung stellen. Mit der nun beschlossenen Gesetzesänderung bleiben wir im interkantonalen Steuerwettbewerb weiterhin attraktiv», so der Urner Finanzdirektor.

Ziel sei es, Unternehmen und Arbeitsplätze im Kanton Uri zu halten. Natürlich erhoffe man sich damit auch, neue Arbeitsplätze schaffen zu können, gab sich Finanzdirektor Urs Janett hoffnungsvoll.

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