Urner Floorballerinnen erkämpfen sich wichtige Punkte

Der Sieg der NLB-Spielerinnen des Floorball Uri ist von Verletzungen überschattet worden.

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Jasmin Gnos (links) sorgte für das 2:1. Im Bild ist sie zu sehen im Spiel gegen die Visper Lions.

Jasmin Gnos (links) sorgte für das 2:1. Im Bild ist sie zu sehen im Spiel gegen die Visper Lions.

Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 10. November 2019)

(ml) Die Floorball-Uri-Frauen erkämpften sich im Heimspiel gegen die Hot Chilis Rümlang-Regensdorf einen knappen 4:3-Sieg. Die Rückrundenpartie fand am Samstag, 4. Januar, in der Feldli-Halle in Altdorf statt. Die Hot Chilis Rümlang-Regensdorf gingen von Beginn weg mit viel Tempo ins Spiel und versuchten, Uri unter Druck zu setzen. Dies war vom Auswärtsspiel in Rümlang bekannt und die Urner Akteurinnen waren gut darauf eingestellt.

Dennoch führte eine Unachtsamkeit im Slot zum 0:1 aus Sicht der Gastgeberinnen. Nach gut elf Minuten konnten die Urnerinnen einen Konter mit einem schnellen Direktspiel abschliessen. Dabei erzielte Melanie Gnos auf Pass von Monika Gisler den Ausgleichstreffer. Die Partie wurde auf beiden Seiten weiter hart geführt. Die Spielleiter liessen viel laufen, dies aber mit einer klaren Linie auf beiden Seiten. Das Unentschieden hielt bis zur ersten Pause Bestand.

Gäste werden unter Druck gesetzt

Im zweiten Abschnitt waren nur gerade 30 Sekunden gespielt, als Jasmin Gnos einen Pass in der Verteidigung abfing, die Gegnerinnen wie Slalomstangen umkurvte und zum 2:1 einschob. Auf diesen Gegentreffer reagierten die «Chilis» energisch und erhöhten bis zur 37. Minute auf 3:2. Wenig später kassierte Rümlang-Regensdorf eine Zwei-Minuten-Strafe, welche die Urnerinnen allerdings nicht mit einem positiven Abschluss ausnützen konnten.

In der zweiten Pause erinnerten die Urner Betreuer ihre Spielerinnen nochmals an ihre Stärken. Durch die Ansage angestachelt, sorgten die Routiniers im Team, Miia Saari und Carmen Reding, für den Ausgleich. Damit war die beste Phase der Urnerinnen eingeläutet. Die Gastgeberinnen spielten nun mit voller Power, drückten die Angriffsreihen der «Chilis» in die Defensive und ernteten den Erfolg. Nach gutem Forechecking von Jasmin Gnos erwischte Jennifer Bissig die gegnerische Torhüterin mit einem satten Schuss zum Endstand von 4:3. Die «Chilis» konnten zwar noch einmal in Überzahl sowie mit einer zusätzlichen Spielerin ohne Torhüterin kurz vor Schluss spielen, doch die Urnerinnen hielten sowohl im Boxplay als auch in der ganzen Defensive den wenigen Abschlüssen entgegenhalten.

Die gewonnenen 3Punkte wurden überschattet von der Verletzung von Nathalie Gärtner, die im Mitteldrittel mit Verdacht auf eine Aussenbandverletzung im Knie ausfiel. Zudem musste Anna-Lena Arnold im gleichen Abschnitt krankheitshalber das Tor verlassen. Martina Küchler kam deshalb nach zirka einem Jahr Absenz zu ihrer Premiere in dieser Saison und zeigte eine starke Leistung. Allerdings mussten auch die «Chilis» verletzungsbedingt umstellen. Bei Anna Walti, die letztes Jahr für Uri gespielt hatte, brach die Verletzung am Sprunggelenk wieder auf.

Zuversichtlich in die nächste Auswärtspartie

Die Urner Betreuer zogen eine positive Bilanz: «Das sind wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze gegen einen direkten Konkurrenten. Die Verletzung von Nathalie Gärtner und der Ausfall von Anna-Lena Arnold wogen schwer. Martina Küchler war dann aber ein wichtiger Pfeiler im heutigen Spiel und hielt alles, was auf das Tor kam. Das Team zeigte das Gesicht, welches der vielen Absenzen wegen im Auswärtsspiel nicht vorhanden war, und man konnte sich für die eher desolate Leistung auswärts revanchieren. Erfreulich wiederum war auch der Einsatz von Alina Barengo, die für Nathalie Gärtner einsprang und ihre Einsätze bravourös erledigte. Nun können wir top motiviert nach Yverdon reisen für das zweitletzte Auswärtsspiel in der Rückrunde.»