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Urner Jugendliche fordern Klimanotstand

Rund 25 Urner nahmen am vergangenen Samstag, 31. August, an der Klimawanderung teil. Zwei Polizisten begleiteten die Aktion
Aktivisten spazieren für mehr Klimaschutz durch Altdorf. (Bild: PD)

Aktivisten spazieren für mehr Klimaschutz durch Altdorf. (Bild: PD)

(jb) Am vergangenen Samstag, 31. August, hat in Altdorf eine Wanderung der anderen Art stattgefunden. Rund zwei Dutzend Urner Klimaaktivisten zwischen 16 und 80 Jahren versammelten sich gegen 14 Uhr beim Winkel, um mit der ersten Urner Klimawanderung ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen.

Laute Parolen waren verboten

Das Vorhaben stand in einer Reihe von schweizweit über 50 Veranstaltungen im ländlichen Raum, zu denen die Klimastreikbewegung anlässlich der Aktion «Klimademos auf dem Land» aufgerufen hatte. Stillschweigend und mit bunten Spruchschildern machte sich die Gruppe in Begleitung zweier Polizisten auf den Weg in Richtung Waldrand. Der wortkarge Auftritt im Ortskern hatte seinen Grund: Weil die Verantwortlichen zu spät um eine offizielle Demonstrationsbewilligung ersucht hatten, wichen sie mit der Klimawanderung kurzerhand auf eine Alternative mit tieferen bürokratischen Hürden aus. Ohne Bewilligung waren laute Parolen erst ausserhalb des bewohnten Gebiets möglich.

Während des anschliessenden Spaziergangs durch den Altdorfer Bannwald unterstrichen die Teilnehmer ihr Anliegen mit einem vielseitigen Repertoire an Parolen und Gesängen. Dabei blieb aber auch genügend Zeit für gemeinsame Diskussionen. Beispielsweise zu den jetzt erforderlichen Klimaschutz-Massnahmen, sowohl in unserem Alltag als auch in der Politik.

Global denken und lokal handeln

In einer Rede appellierte Joel Gisler an die Anwesenden, die Problematik des Klimawandels global zu denken und lokal zu handeln. Ausserdem forderte er den Klimanotstand im Kanton Uri. Mit der Ausrufung des Klimanotstandes in Uri müsste die Urner Politik die Klimakatastrophe als zu bewältigende Krise anerkennen. Sie hat folglich auf diese Krise zu reagieren und die Gesellschaft auch kompetent darüber zu informieren. Unter anderem sollen dabei die Urner Bauern vor zunehmend extremen Wetterbedingungen geschützt werden.

Weitere Aktionen sollen stattfinden

Anschliessend verteilten einige junge Engagierte ein Flugblatt, auf welchem sie Kritik an den klimaschädlichen Schweizer Phosphat-Importen aus dem von Marokko völkerrechtswidrig besetzten Gebiet Westsahara äusserten. Bevor sich die gut zweistündige Klimawanderung dem Ende zuneigte, beschlossen die Anwesenden, dass es in der Zukunft weitere Klimaschutz-Aktionen im Kanton Uri geben soll.

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