Urner Forstleute bilden sich in Italien weiter

Während zweier Exkursionstage durchstreiften Urner 
Förster die Wälder in Umbrien am Fusse des Monte Subasio.

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Die 40-köpfige Gruppe nahm an der fünftägigen Weiterbildungsexkursion in Umbrien teil. (Bild: PD)

Die 40-köpfige Gruppe nahm an der fünftägigen Weiterbildungsexkursion in Umbrien teil. (Bild: PD)

(pd/RIN) Es ist mittlerweile eine lange Tradition, dass die Urner Forstleute alle paar Jahre eine Weiterbildungsexkursion in die Wälder des benachbarten Auslands unternehmen. Über die Auffahrtstage reiste eine 40-köpfige Gruppe für fünf Tage in die italienische Region Umbrien. Mit dabei waren Mitarbeiter des Amts für Forst und Jagd, Förster der Korporationsbürgergemeinden sowie Vertreter der Korporation Uri mit ihren Partnerinnen.

Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti, dessen Wurzeln aus Bevagna in der Region Umbrien stammen, war mit seinen Ortskenntnissen an der Organisation beteiligt und sorgte rund um die Forstexkursionen für ein abwechslungsreiches, kulturelles und kulinarisches Programm. Unter der Leitung des Chefs des Umbrischen Forstdienstes, Francesco Grohmann, und seinen Mitarbeitern durchstreiften die Forstleute in zwei Tagesexkursionen die Wälder am Monte Subasio oberhalb von Assisi und im wildromantischen Valverina in Südumbrien.

Waldbrandgefahr und Artenreichtum thematisiert

An zahlreichen Objekten zeigten die italienischen Berufskollegen auf, wie sie ihre Wälder bewirtschaften. Ein wesentliches Hauptziel der Eingriffe in den Umbrischen Wäldern ist die Reduktion der Waldbrandgefahr. Daneben werden aber auch Anstrengungen unternommen, die Wälder möglichst naturnah und artenreich zu gestalten. Speziell war auch die Erkenntnis, dass sich in Mittelitalien mit dem Stehendverkauf von Brennholz für den Waldbesitzer immer noch stattliche Erlöse erzielen lassen.

Auch wenn die Wälder ganz anders aussehen als im Urnerland, wurden Gemeinsamkeiten gefunden. Themen wie die Einwaldung von Landwirtschaftsflächen oder die Präsenz des Wolfes sind in Umbrien schon viel länger aktuell als in Uri. Die Erfahrungen der italienischen Berufskollegen können im Schweizer Alpenraum nicht einfach übernommen werden, trotzdem haben die Teilnehmer wertvolle Einblicke mit nach Hause nehmen können. Fast jedes umbrische Städtchen ist reich an kulturellen Schätzen und eindrücklicher Architektur. Spaziergänge durch Assisi, Foligno und Bevagna liessen die Zeit im Eiltempo vergehen.