Urner Führungsstab übt Verhalten bei Terrorbedrohung

Bei der Sicherheitsverbundsübung 2019 standen Zusammenarbeit und Kommunikation im Zentrum.

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Momentaufnahme bei der Sicherheitsübung; von links: Reto Pfister, Manuela Hobi (beide Sektion Polizei), Ignaz Zopp (Chef des Kantonalen Führungsstabs) und Regierungsrat Dimitri Moretti. (Bild: PD)

Momentaufnahme bei der Sicherheitsübung; von links: Reto Pfister, Manuela Hobi (beide Sektion Polizei), Ignaz Zopp (Chef des Kantonalen Führungsstabs) und Regierungsrat Dimitri Moretti. (Bild: PD)

(ml) Vom 11. bis 13. November fand die Sicherheitsverbundsübung 2019 (SVU 19) statt. Das Szenario sah eine anhaltende Terrorbedrohung vor. Diese Terrorbedrohung beinhaltete Angriffe gegen kritische Infrastrukturen, erpresserische Forderungen und Anschläge.

Der Nachrichtendienst des Bundes hatte für das Übungsszenario eine fiktive Terror-Organisation, die «Global Liberation Front», beschrieben. Ziel war es, anhand dieser Übung Strukturen, Organisation und Abläufe zu überprüfen und weiter zu entwickeln.

Lage muss beurteilt werden

Zur Bewältigung dieser fiktiven Lage stand der Kantonale Führungsstab Uri (Kafur) im Einsatz. Im Rahmen des Übungsszenarios kam es in Uri zu Sperrungen der Bahnstrecke, zu einer Demonstration vor dem Gotthard-Strassentunnel oder zu Drohungen gegenüber dem Urner Sicherheitsdirektor sowie sämtlichen Mitgliedern des Kafur. Die Bewältigung der Ereignisse stellten die Urner Sicherheitsverantwortlichen vor grosse Herausforderungen. Immer wieder hatten die Mitglieder des Kafur unter der Leitung von Ignaz Zopp die Lage zu beurteilen und entsprechende Konzepte auszuarbeiten und an Rapporten zu präsentieren.

Zentral war bei der SVU 19 die Abstimmung zwischen dem Bund und den Kantonen und die Zusammenarbeit zwischen der Armee, der Polizei, dem Bevölkerungsschutz sowie insbesondere im Bereich der Krisenkommunikation. «Die Zusammenarbeit innerhalb des Kantons funktionierte ausgezeichnet, auch dank unserer kurzen Wege», so Ignaz Zopp. Für ihn ist denn auch klar: «Eine frühzeitige und intensive Vorbereitung der Urner Sicherheitsverantwortlichen auf terroristische Anschläge ist unverzichtbar.»

Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti dankte für den geleisteten Einsatz und zog ein erstes positives Fazit über den dreitägigen Einsatz des Kafur: «Die Übung war für alle eine wichtige Erfahrung. Der Einsatz der Mitarbeitenden war sehr gut. Und die Konzepte hielten der Ernstfall-Prüfung stand.»

Bei der SVU 19 handelte es sich um eine Stabsrahmenübung. Neben dem Kafur standen unter anderem die Mitarbeiter der Führungsunterstützung der Zivilschutzorganisation und der Polizei im Einsatz. Die Übung fand im Wesentlichen in Form von Rapporten und konzeptionellen Arbeiten statt.