Urner Gemeinden erhalten vom Kanton tiefere Schülerpauschalen

Der Kanton Uri kann die Schülerpauschalen, die er den Gemeinden für die Volksschulen entrichtet, senken. Dafür er muss aber die Kosten für den Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) voll tragen. Der Landrat hat die Änderung der Schulischen Beitragsverordnung einstimmig bewilligt.

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Die Kantone erhalten vom Bund eine einmalige Integrationspauschale für vorläufig Aufgenommene und anerkannte Flüchtlinge von 6000 Franken. Dieses Geld floss in Uri bislang als Beitrag für den DaZ-Unterricht in die Schülerpauschalen ein, die an sämtliche Gemeinden entrichtet wurde.

Neu sollen diese Beiträge nur noch an jene Gemeinden gehen, die auch tatsächlich DaZ-Kosten für Kinder geltend machen. Damit reduziert sich die Schülerpauschale um durchschnittlich 20 Franken pro Kind.

Beim Sprachunterricht übernimmt der Kanton dagegen künftig für Kinder aus dem Asyl- und Flüchtlingswesen die vollen Kosten statt wie bislang nur rund einen Drittel. Die Regierung rechnet mit Mehraufwand von rund 150'000 Franken für den Kanton. (sda)