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Urner Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Der Bund unterstützt Verkehrsinfrastrukturmassnahmen des Agglomerationsprogramms Unteres Reusstal mit 17,23 Millionen Franken. Geld fliesst jetzt auch für die WOV und den Knoten Schächen.
Bruno Arnold
Auch die WOV profitiert vom Programm Agglomerationsverkehr. Im Bild das Modell der WOV an einer Ausstellung. (Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 28. April 2018)

Auch die WOV profitiert vom Programm Agglomerationsverkehr. Im Bild das Modell der WOV an einer Ausstellung. (Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 28. April 2018)

Mit dem Programm Agglomerationsverkehr (PAV) beteiligt sich der Bund finanziell an Verkehrsprojekten von Städten und Agglomerationen. Von Bundesbeiträgen profitieren Agglomerationen, die mit ihren Programmen die Verkehr- und Siedlungsentwicklung wirkungsvoll aufeinander abstimmen. Die Programme sind somit ein wichtiger Pfeiler der Agglomerationspolitik des Bundes und der nachhaltigen Raumentwicklung der Schweiz.

Uri hat mit dem Agglomerationsprogramm Unteres Reusstal erstmals ein Programm erarbeitet und dem Bund eingereicht. Dies geschah in einem gemeinsamen Prozess mit den betroffenen Gemeinden unter Federführung der Justizdirektion. Die Umsetzung der Verkehrsmassnahmen liegt in der Verantwortung der Baudirektion, der Volkswirtschaftsdirektion und der Gemeinden.

Vom Bahnhof Altdorf bis zum Langsamverkehr

Im Rahmen der dritten Generation der Agglomerationsprogramme stellt der Bund total 1,34 Milliarden Franken als Beitrag zur Verfügung. Er hat an der Sitzung vom 14. September die entsprechende Botschaft zuhanden des eidgenössischen Parlaments verabschiedet.

17,23 Millionen Franken sollen auch an Bauvorhaben im Kanton Uri fliessen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

  • 5,08 Millionen Franken für den Ausbau des Kantonsbahnhofs Altdorf (Bushof, Anpassung Strassen, Bahnhofplatz, Verlängerung Personenunterführung);
  • 9,19 Millionen Franken für die West-Ost-VerbindungWOV (inklusive Knoten Schächen und flankierende Massnahmen in Altdorf, Bürglen und Schattdorf);
  • 2,96 Millionen Franken für verschiedene Velomassnahmen im gesamten unteren Reusstal (Abstellanlagen, neue Veloverbindungen).

«Die Massnahmen bezwecken, Verkehr und Siedlung zu koordinieren und die verschiedenen Verkehrsmittel besser aufeinander abzustimmen», erklärte Baudirektor Roger Nager am Mittwoch anlässlich des traditionellen Herbst-Mediencafés der Urner Regierung. «Sie bringen eine Entlastung für Siedlungsgebiete, einen Ausbau des öV und eine Förderung des Langsamverkehrs.»

«Der Bund liefert mit den beantragten Beiträgen den Nachweis, dass das Regionale Gesamtverkehrskonzept sowie die vom Kanton Uri erarbeiteten verkehrlichen Massnahmen ein stimmiges Gesamtkonzept bilden und mit der Siedlungsentwicklung im unteren Reusstal abgestimmt sind», hielt Nager weiter fest. «Gleichzeitig wird damit aber auch die Arbeit jener Personen gewürdigt, die in der Vergangenheit im Interesse des Kantons wichtige strategische Entscheide gefällt haben, die nun nach Jahren Früchte tragen», erklärte Nager weiter.

Bund würdigt das Gesamtkonzept

Mit der Aufnahme in das Programm Agglomerationsverkehr wird aber auch die Hartnäckigkeit des Kantons Uri belohnt. Im ersten Entwurf des PAV war kein Geld für die WOV und den Knoten Schächen vorgesehen. Der Kanton Uri hat daraufhin interveniert. «Der Bund konnte überzeugt werden, dass das Agglomerationsprogramm Unteres Reusstal nicht nur als Gesamtkonzept Sinn macht, sondern auch die Vorgaben erfüllt, die für Beiträge des Bundes gefordert werden», betonte Nager unserer Zeitung gegenüber.

A2-Halbanschluss wird vom Bund finanziert

Im Zusammenhang mit dem Programm Agglomerationsverkehr wurde auch gemunkelt, dass das Bundesamt für Strassen (Astra) die Kosten für den A2-Halbanschluss Altdorf nicht – wie versprochen – vollständig übernehmen werde. Die Finanzierung dieses Bauwerks war von den Verantwortlichen des Kantons immer wieder als Argument für ein Ja zur WOV ins Feld geführt und auch in der Abstimmungsbotschaft zum WOV-Kredit festgehalten worden. Nager konnte auf eine entsprechende Frage unserer Zeitung Entwarnung geben: «Das Astra wird sein Versprechen erfüllen und die Kosten für den Halbanschluss übernehmen.» Die schriftliche Vereinbarung dazu werde demnächst unterzeichnet. Das Generelle Projekt A2-Halbanschluss Altdorf soll dem Bundesrat noch im Dezember zur Genehmigung unterbreitet werden.

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