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Urner helfen in Nepal tatkräftig mit

Grosszügige Spender – vor allem auch aus dem Kanton Uri – haben 250’000 Franken für eine neue Schule in Nepal gesammelt. Beim verheerenden Erdbeben 2015 war alles total zerstört worden. Nun steht bereits das nächste Hilfsprojekt an.
Markus Zwyssig

Der Weg zur Schule ist meist lang und beschwerlich. Ein Fussmarsch von zwei Stunden in halb kaputten Finken ist in abgelegenen Gegenden in Nepal nichts Aussergewöhnliches. Das ist auch in der Region Chainpur nicht anders. Hier, rund 80 Kilometer von der Hauptstadt Kathmandu entfernt, ist der 34-jährige Rajendra Khadka-Herger in einfachsten Verhältnissen aufgewachsen. Sein Grossonkel gründete 1981 eine Schule für rund 300 Buben und Mädchen aus der Gegend. Auch Khadka ging einst dort zur Schule. «Es ist mir eine Herzensangelegenheit, das Projekt meines Grossonkels weiter zu führen», sagt er.

Khadka weiss, was es heisst, mit wenig Geld zu leben. «Die Menschen in der Gegend sind sehr arm», sagt er. «Sie leben von der Landwirtschaft.» Zusammen mit seinem Bruder und seiner Schwester musste Khadka vor und nach der Schule zu Hause immer mit anpacken.

Liebesgeschichte und verheerendes Erdbeben

Rajendra Khadka ist aber auch eine der Hauptpersonen einer besonderen Liebesgeschichte. Er hat seine künftige Frau Daniela in Nepal kennen gelernt. Rajendra Khadka war Fremdenführer. Die Urnerin Daniela Herger besuchte damals als Touristin das Land. Sie verliebten sich ineinander und sind seit 2008 ein Paar. Gemeinsam haben sie inzwischen vier Kinder und leben in Seedorf. Rajendra Khadka führt in Brunnen ein Fachgeschäft für Bikes. Die beiden älteren Kinder waren auch schon in Nepal. Die jüngeren Kinder bislang nicht. Ein verheerendes Naturereignis machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Die Familie hatte bereits Flugtickets gekauft. Doch dann kam das grosse, zerstörerische Erdbeben.

Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Die Lego Foundation spendete farbige Legosteine. Die Mädchen und Buben kannten Legos zuvor nicht. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Die Lego Foundation spendete farbige Legosteine. Die Mädchen und Buben kannten Legos zuvor nicht. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern - vor allem auch aus dem Kanton Uri - wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Beim Erdbeben wurde alles zerstört. Die Kinder lernten zuerst draussen. Eine provisorische Schule war nötig. (Bild: PD)
Beim Erdbeben wurde alles zerstört. Die Kinder lernten zuerst draussen. Eine provisorische Schule war nötig. (Bild: PD)
Beim Erdbeben wurde alles zerstört. Die Kinder lernten zuerst draussen. Eine provisorische Schule war nötig. (Bild: PD)
Die Lego Foundation spendete farbige Legosteine. Die Mädchen und Buben kannten Legos zuvor nicht. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Die Schulhäuser wurden mit Hilfe aus dem Kanton Uri wieder aufgebaut. Der Altdorfer Heinz Gisler beschenkt die Kinder (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötige Material wie Bücher und Schulhefte werden unentgeltlich abgeben. (Bild: PD)
Rajendra und Daniela Khadka-Herger aus Seedorf zusammen mit ihren vier Kinder. (Bild: PD)
Der Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben. (Bild: PD)
Das verheerende Erdbeben richtete massive Schäden an. (Bild: PD)
Der Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Das Schulhaus wurde beim Erdbeben massiv zerstört. (Bild: PD)
Die Kinder freuen sich. (Bild: PD)
Der Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben. (Bild: PD)
Wasser ist ein kostbares Gut. (Bild: PD)
Soforthilfe nach dem Erbeben erreicht die notleidende Bevölkerung. (Bild: PD)
Mit grosszügiger Hilfe und Spendengeldern wurde die Schule in Chainpur in Nepal wiederaufgebaut. (Bild: PD)
Die Schulhäuser wurden mit Hilfe aus dem Kanton Uri wieder aufgebaut. (Bild: PD)
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Impressionen vom Schulhausbau in Chainpur in Nepal

Es geschah am 25. April 2015. Ein Erdbeben mit der Stärke 7,8 erschütterte und zerstörte weite Teile Nepals. Ganze Dörfer brachen wie Kartenhäuser zusammen. Tausende Menschen verloren dabei ihr Leben. Besonders in den Seitentälern lebt der grösste Teil der Bevölkerung noch immer in notdürftigen Baracken. Auf dem Weihnachtsmarkt im Kanton Uri sammelten Rajendra und Daniela Khadka-Herger für die Erdbebenopfer. Zur Unterstützung wurde der Verein Nepallai gegründet. Durch Spenden und Soforthilfe gelangten Hilfsgüter auf direktem Weg nach Chainpur.

«Es ist mir eine Herzensangelegenheit, das Projekt meines Grossonkels weiterzuführen.»

Rajendra Khadka-Herger

Beim Erdbeben 2015 wurde die Schule total zerstört. Die Familie Khadka-Herger hat zusammen mit vielen Helfern, vor allem aus dem Kanton Uri, ermöglicht, dass die Schule neu aufgebaut werden konnte. Schreiner Robert Epp und Baupolier Hannes Bissig halfen tatkräftig vor Ort mit. Von Anfang an ein treuer Helfer und guter Freund war Heinz Gisler. Der Altdorfer war zur Zeit des Erdbebens in Nepal. Er half vor Ort. Das Erlebte liess ihn nicht mehr los. Zurück in der Schweiz verkaufte er selber kreierte Bildkalender als Unterstützung für den Wiederaufbau der Schule.

Schule stoppt Abwanderung

Kinder können in Chainpur zwei Jahre den Kindergarten und anschliessend zehn Jahre lang die Schule besuchen. Das benötigte Material wie Bücher und Schulhefte erhalten die Buben und Mädchen unentgeltlich. Wenn sie die Schule besuchen, bleiben sie in der näheren Umgebung. Der Unterricht vor Ort hilft, der Abwanderung entgegenzuwirken. Die Dörfer in Gegenden wie Chainpur sind oft fast ausgestorben. Die Jungen zieht es meist in die Hauptstadt Kathmandu. Nur die kleinen Kinder und die alten Leute bleiben in den Dörfern. (MZ)

Beim Erdbeben wurde alles zerstört

Die Sammelaktion für den Bau der Schulhäuser war sehr erfolgreich. Rund 250’000 Franken kamen zusammen. Damit konnte das Grundstück gekauft, eine grosse Stützmauer gebaut und die insgesamt drei Gebäude mit neun Zimmern für die Schule erstellt werden.

Beim Erdbeben wurde alles zerstört. Die Kinder lernten zuerst draussen. Eine provisorische Schule war nötig. Dank den Spenden des Vereins Nepallai und der Hilfe der lokalen Dorfbevölkerung konnten acht provisorische Schulzimmer errichtet werden. Die 418 Kinder konnten ihren Unterricht vorerst in sehr einfachen Hütten mit Wellblechdächern wieder aufnehmen. Der Bau der drei Schulhäuser in Chainpur ging schnell voran. Im Herbst 2016 stand das erste Schulhaus mit drei Zimmern. Bereits im Frühling 2017 konnte das zweite Haus angereiht werden. 2018 wurde dann das Schulhaus fertiggestellt.

Am 15. April 2018 wurde die neue, erdbebensichere Schule in Chainpur eröffnet. Die neun Klassenzimmer sind hell und zeitgemäss eingerichtet. Die Aussenwände sind farbenfroh mit Zeichnungen von Kühen, Elefanten, Tigern und dem nepalesischen Nationalvogel, dem Glanzfasan, geschmückt. Unterstützt wurde das Projekt vom Verein Nepallai, von Einzelpersonen und von Stiftungen. Zudem spendete die Lego Foundation farbige Legosteine.

Strassen sind oft katastrophal

Die Hauptstadt Kathmandu liegt 80 Kilometer von der Schule in Chainpur entfernt. Das ist eigentlich eine kurze Distanz. Dorthin zu gelangen ist aber mühsam. Die Strassen in Nepal befinden sich meist in einem katastrophalen Zustand. Kaum zu glauben: Rund acht Stunden braucht man, um diese Strecke zu fahren. Überhaupt ist das Autofahren im Binnenstaat in Südasien mühsam. «Wenn es stark regnet, brauche ich vor allem in abgelegeneren Gebieten Schneeketten, damit ich mit dem Auto überhaupt vorwärtskomme», erklärt Rajendra Khadka die schwierige Situation. (MZ)

Nun soll eine Schulmensa gebaut werden

Nun soll wieder Geld gesammelt werden. Für ein neues Gebäude mit Küche werden 88’000 Franken benötigt. Rund 330 Kinder sollen Platz haben. «Wir wollen, dass die Kinder jeden Tag etwas Warmes essen können», sagt Khadka. Das kostet rund 60 Rappen pro Mittagessen und Kind.

Die Mädchen und Buben kommen meist mit leerem Bauch in die Schule. Sie sind oft müde und erschöpft, haben Konzentrationsschwäche und Hunger. Lernen ist bei mangelhafter Ernährung nicht einfach. Es kommt immer wieder vor, dass ein Kind einen Kollaps erleidet. Deshalb will der Verein nun eine Schulmensa einrichten und täglich gesunde Ernährung mit viel Gemüse kochen.

Am Freitag um 19.30 Uhr findet im Mythen Forum in Schwyz ein Benefizkonzert der Kiwanis-Clubs Schwyz und Brunnen-Waldstätte mit irischer Folklore statt. Die Türkollekte kommt Schulhausbauten in Nepal und Ecuador zugute. Zudem hat der Verein Nepallai, Blumenfeldstrasse 19, 6462 Seedorf, ein Spendenkonto bei der Raiffeisenbank Altdorf, IBAN CH04 8143 1000 0070 1690 2.

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