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Urner Holzernte ist leicht rückläufig

Im Kanton Uri wurden im vergangenen Jahr 24676 Kubikmeter Holz genutzt. Das ist etwas weniger als 2016. Finanziell läuft es den Forstbetrieben dafür etwas besser.
Waldarbeiten mit einem Harvester. (Symbolbild LZ, Pius Amrein, März 2014)

Waldarbeiten mit einem Harvester. (Symbolbild LZ, Pius Amrein, März 2014)

Einheimisches Holz ist gefragt. Im vergangenen Jahr wurden im Kanton Uri insgesamt 24'676 Kubikmeter Holz geerntet. Das ist zwar etwas weniger als 2016. Leicht verbessert hat sich dafür das betriebswirtschaftliche Ergebnis aller Forstbetriebe der Korporationsbürgergemeinden und des kantonalen Forstbetriebs. Es schliesst bei der Waldbewirtschaftung mit einem Minus von 183'065 Franken. 2016 fiel der Verlust mit 604'699 Franken deutlich höher aus. Das geht aus den Berechnungen des Amtes für Forst und Jagd hervor, die zusammen mit der Kooperation Uri jährlich erstellt werden.

Holzerlöse machen 20 Prozent aus

«Im Kanton Uri führt die Holzernte aufgrund des schwierigen Geländes zu hohen Kosten bei der Waldbewirtschaftung», schreibt das Amt für Forst und Jagd Uri in einer Medienmitteilung. Die Holzerlöse betragen lediglich 20 Prozent der gesamten Betriebseinnahmen bei der Waldbewirtschaftung. Der Anteil der Beiträge liegt bei 74 Prozent, die restlichen 6 Prozent entfallen auf die übrigen Erlöse.

Von der geernteten Holzmenge 2017 entfallen 21’472 Kubikmeter auf den öffentlichen Wald – Korporationswald und Wald im Eigentum des Kantons. Auch hier verzeichnete man eine leichte Reduktion gegenüber dem Vorjahr um 111 Kubikmeter. Der Verkauf von Stammholz stieg hingegen im gleichen Zeitraum um 157 Kubikmeter oder um rund 1,6 Prozent an. Auch Industrieholz wurde im Vergleich zum Vorjahr rund 175 Kubikmeter mehr verkauft. Dafür nahm der Verkauf von Energieholz leicht ab. Die Bedeutung des Energieholzes ist aber nach wie vor hoch, der Anteil liegt bei rund 52 Prozent. Durch den Ausbau der Heizwerke im Kanton Uri dürfte sich die Nachfrage nach Energieholz auch in Zukunft weiterhin auf diesem Niveau bewegen.

Gewinn bei Dienstleistungen gesteigert

Die Forstbetriebe des Kantons Uri erbringen Dienstleistungen für Gemeinden, Kanton sowie Private. Der Gewinn bei den Dienstleistungen konnte auf 231'212 Franken gesteigert werden.« Da der Erlös aus dem Holzverkauf weiterhin rückläufig ist, bilden die Erlöse aus Dienstleistungen eine wichtige Einnahmequelle für die Urner Forstbetriebe», heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Investitionen von rund 1,48 Millionen Franken

Die Ausgaben bei den Investitionen betrugen im vergangenen Jahr rund 1,48 Millionen Franken. Davon betrafen 921'105 Franken Erschliessungsanlagen und 470'190 Franken Gebäude. Die Einnahmen für Investitionen betrugen rund 1,31 Millionen Franken. Daraus resultiert bei den Investitionen ein Fehlbetrag von 171’772 Franken.

Im Jahr 2017 wurden in den Bürgergemeinden und im Forstrevier Wassen/Göschenen/Ursern gesamthaft 107'437 Arbeitsstunden geleistet. Dies entspricht einem Angebot von über 58 Vollzeitstellen. Die Bürgergemeinden im Kanton Uri stellen laut dem Amt für Forst und Jagd Uri «nach wie vor willkommene Ausbildungsplätze» zur Verfügung. Damit werde für den eigenen Berufsnachwuchs gesorgt. (red)

Holzerlöse decken Aufwand bei weitem nicht

Der grösste Teil des Urner Waldes ist Schutzwald. Er schützt vor Naturgefahren und prägt die Landschaft sowie die Lebensqualität im Kanton. Diese Schutzleistung kann er aber nur wirkungsvoll erfüllen, wenn der Waldzustand und die Waldstruktur entsprechend geeignet sind. Deshalb braucht es Forstfachleute und Waldeigentümer, die dafür sorgen, dass der Schutzwald in einem stabilen und naturnahen Zustand bleibt. Mit einer entsprechenden Aus- und Weiterbildung sorgt man für die bestmögliche, an die lokalen Verhältnisse angepasste Umsetzung.

Im Berggebiet teurer als im Flachland

Das bei der Schutzwaldpflege anfallende Holz dient ausserdem als klimaschonendes Baumaterial oder als klimaneutraler Energieträger. Trotzdem können die Kosten für die Schutzwaldpflege nicht allein über den Erlös der Holzernte gedeckt werden. Pflegeeingriffe im Berggebiet sind teurer als im Flachland. Deshalb sei es zentral, dass die Bereitstellung der Schutzleistungen des Waldes weiterhin ausreichend mit öffentlichen Geldern an die für den Schutzwald zuständigen, Bürgergemeinden abgegolten werde, hält das Amt für Forst und Jagd Uri in einer Mitteilung fest. (red)

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