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Urner Jagdverwalter
geht von Wolfsrissen aus

In der Nacht von Freitag auf Samstag sind im Göscheneralptal zwei Schafe getötet worden. Drei weitere wurden verletzt und mussten notgeschlachtet werden. «Aufgrund des Rissbilds gehen wir davon aus, dass es sich um einen Wolf gehandelt hat», sagt der Urner Jagdverwalter Josef Walker.
Bruno Arnold
Ein Wolf im Tierpark Goldau. (Bild: Romano Cuonz, 14. Februar 2018)

Ein Wolf im Tierpark Goldau. (Bild: Romano Cuonz, 14. Februar 2018)

Auf der Alp Ochsenbördli auf der rechten respektive südlichen Seite des Göscheneralptals war in der Nacht von Freitag auf Samstag mit grösster Wahrscheinlichkeit ein Wolf unterwegs. Jagdverwalter Josef Walker bestätigte am Samstag auf Anfrage entsprechende Informationen, die unserer Zeitung zugetragen worden waren. Zwei Schafe wurden getötet, drei hatten offene Fleischwunden und mussten notgeschlachtet werden. «Aufgrund des Rissbilds gehen wir davon aus, dass es sich um einen Wolf gehandelt hat», hielt Walker fest. «Um dies aber definitiv zu verifizieren, sind entsprechende DNA-Spuren gesichert worden. Sie werden nun im Labor ausgewertet.»

Alp als nicht schützbar eingestuft

Die restlichen Schafe wurden am Samstag von der Alp Ochsenbördli ins Tal getrieben und wieder auf die Heimbetriebe geführt. (Bild: Raphael Bissig, Göschenen, 11. August 2018)

Die restlichen Schafe wurden am Samstag von der Alp Ochsenbördli ins Tal getrieben und wieder auf die Heimbetriebe geführt. (Bild: Raphael Bissig, Göschenen, 11. August 2018)

Die betroffenen Zuchttiere gehörten zu einer Herde von rund 50 Schafen, die sich zum Zeitpunkt des Wolfsrisses auf einer Höhe von rund 1900 Metern befanden. Die Schafalp, auf der die Zuchttiere gesömmert werden, ist von Experten, welche die Situation vor Ort im Auftrag des Amts für Landwirtschaft prüfen, offiziell als «nicht schützbar» eingestuft worden. Das heisst: Auf der Alp ist es aus topografischen Gründen und wegen der Grösse nicht möglich, Herdenschutz zu betreiben. Die Schafhalter haben reagiert und die restlichen Tiere bereits am Samstag wieder ins Tal zurückgeholt.

Auch im Riental unterwegs gewesen

Bereits vor rund einem Monat waren im Riental oberhalb von Göschenen sechs tote Schafe aufgefunden worden. Auch damals hatte das Rissbild auf einen Wolf schliessen lassen. Die Ergebnisse der DNA-Analyse liegen gemäss Walker noch nicht vor. «Ob der gleiche Wolf am Werk war, ist äusserst schwierig zu sagen», so Walker. Ausgeschlossen werden könne dies aber nicht. Definitiv Aufschluss geben werden erst die Resultate der entsprechenden Spurenauswertungen.

Im Kanton Uri sind in diesem Jahr bereits mehrere Wolfsichtungen gemeldet worden. Unter anderem hat eine Privatperson Anfang Mai im Gebiet Underalp einen Wolf fotografiert. Ende Mai wurde auch in Wassen und am 9. Juli unterhalb des Dammagletschers ein Wolf gesichtet. Werden Wolfsichtungen gemeldet, verschickt der Kanton jeweils einen Wolf-SMS-Alarm, um die Tierhalter zu warnen. Die Jagdverwaltung empfiehlt allen Tierhaltern und Privatpersonen, die Situation aufmerksam zu beobachten und entsprechende Feststellungen umgehend zu melden.

M68 ist 2016 erlegt worden

Von Mitte Mai bis Anfang Juli 2016 hat ein Wolf in Heim­betrieben und auf Alpen in Isenthal, Erstfeld, Gurtnellen und Wassen mehr als 40 Schafe gerissen. Danach tötete er im Gebiet Surenen nochmals über 30 Nutztiere. Verschiedene DNA-Analysen zeigten auf, dass es sich beim schadenstiftenden Wolf immer um dasselbe Tier (M68) gehandelt hatte. Da mit den über 70 Rissen von M68 die Schadensschwelle erreicht war, erliess die Sicherheitsdirektion Uri Mitte Juli 2016 eine Abschussverfügung. Am 28. Juli 2016 wurde M68 im Gebiet Surenen erlegt.

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