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Urner Jungunternehmer produzieren «süüber»

Fünf Urner Mittelschüler haben das Unternehmen Süüber gegründet. Bei der Produktion von plastikfreier Kosmetik konnten sie selber etwas über Nachhaltigkeit lernen.
Sie setzen sich für Nachhaltigkeit ein (von links): Bianca Schuler, Gina Calcagni, Nico Simmen, Annalena Truttmann und Fabian Stadelmann. (Bild: PD)

Sie setzen sich für Nachhaltigkeit ein (von links): Bianca Schuler, Gina Calcagni, Nico Simmen, Annalena Truttmann und Fabian Stadelmann. (Bild: PD)

Im Rahmen des Company Programmes von Young Enterprise Switzerland, kurz YES, führen fünf Schüler der Kantonalen Mittelschule Uri seit Ende August dieses Jahres ein Miniunternehmen, mit welchem sie auf plastikfreie und nachhaltige Naturkosmetika setzen.

Durch die Gründung des Unternehmens Süüber haben die Schüler mit dem Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht erstmals die Chance, ihr theoretisches Schulwissen in der Praxis umzusetzen. Dabei waren sich die frischgebackenen Firmenführer im Vorhinein durchaus bewusst, dass dies kein einfaches Unterfangen sein würde. Ganz im Sinne des Sprichworts «Leichter gesagt als getan!». Ihr begleitender Lehrer Simon Gamma sowie das YES greifen den Schülern deshalb tatkräftig unter die Arme, beispielsweise in der Form von informativen Workshops.

Kunden auf Nachhaltigkeit sensibilisieren

Wie es sich für eine richtige Firma in einem realen Markt gehört, müssen sich die Schüler mit jedem noch so kleinen Detail auseinandersetzen. Nebst organisatorischen und finanziellen Aspekten bleibt jedoch der wichtigste Punkt das Produkt.

«Süüber »startet sein Sortiment von plastikfreier Kosmetik mit Shampoo in fester Form, sogenannten Shampoobars, und fester Bodylotion. Um sich von Marktkonkurrenten abzuheben sowie der Umwelt und Mitmenschen zuliebe, werden ihre Produkte in Handarbeit ohne Silikone, Parabene und andere künstliche Zusatzstoffe produziert. Besonders viel Wert wird auf den Verzicht von Plastik bei der Verpackung und die sparsame Verwendung von Plastik bei der Produktion gelegt.

«Wir möchten unsere Kunden mit Hilfe von unseren Produkten auf Nachhaltigkeit sensibilisieren», so Nico Simmen, CEO des Miniunternehmens. Das Team sei sich bereits zu Beginn einig gewesen, dass sie den Fokus auf Nachhaltigkeit setzen möchten. Einerseits gehe der Trend immer mehr in Richtung Nachhaltigkeit, andererseits werde generell eine gesündere Lebensweise erstrebt. Dies bietet für das Unternehmen eine optimale Chance. Weiter sagt Simmen: «Was für uns als Team besonders spannend ist, ist was wir bezüglich Nachhaltigkeit noch lernen können. Zwar versuchen wir privat, so gut es geht, verantwortungsvoll mit der Natur umzugehen, jedoch müssen wir uns von Zeit zu Zeit eingestehen, dass wir diesbezüglich nicht das volle Potenzial ausschöpfen.»

Das Team von «Süüber »will vor allem zeigen, dass es durchaus möglich ist, eine zufriedenstellende Balance zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Interessen innerhalb einer Firma herzustellen. Sie sind der Meinung, dass vor allem grosse Firmen oft den ökologischen Aspekt vernachlässigen, obwohl diese eine hohe Verantwortung und Vorzeigefunktion besitzen.

Auf Weihnachtsmärkten erhältlich

Eine Lehre konnte das Team aus der bisherigen Arbeit am Projekt bereits ziehen. «Das Wichtigste, was wir schon jetzt gelernt haben, ist die Tatsache, dass jede Herausforderung auf irgendeine Weise gemeistert werden kann. Alles, was man dazu braucht, ist ein motiviertes Team, das sich gerne gegenseitig hilft und für seine Ideen einstehen kann», so Nico Simmen.

Die Unternehmer blicken positiv in die Zukunft. Zurzeit befinden sie sich noch in der Produktionsphase – doch schon bald, wie die Produktionschefin Gina Calcagni stolz erklärt, werden die Produkte, pünktlich zur Weihnachtszeit, an den Weihnachtsmärken in Erstfeld und Altdorf erhältlich sein. (pd/ml)

Weitere Informationen zum Miniunternehmen unter www.suuber-yes.ch oder suuber.kmsu@gmx.ch

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