Urner Kantonsrechnung schliesst deutlich im Plus

Budgetiert war ein Minus von 5,1 Millionen. Nun kann mit 6,8 Millionen Gewinn abgeschlossen werden.

Florian Arnold
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Gewisse Vergaben beim Bau des Kantonsspitals haben die Rechnung 2019 entlastet.

Gewisse Vergaben beim Bau des Kantonsspitals haben die Rechnung 2019 entlastet.

Bild. Baudirektion Uri

Mit dem Gesamtergebnis in der Erfolgsrechnung von plus 6,8 Mio. Franken konnte die Budgetvorgabe von minus 5,1 Mio. Franken deutlich übertroffen werden. Die Abweichung setzt sich aus Mehrerträgen von 11,3 Mio. Franken und Minderaufwendungen von 0,6 Mio. Franken zusammen. Die Nettoinvestitionen sind mit 31,2 Mio. Franken um 18,5 Mio. Franken tiefer ausgefallen als budgetiert. Der Selbstfinanzierungsgrad von 86,3 Prozent liegt damit deutlich über dem Budgetwert von 24,6 Prozent. Obwohl der Kanton Uri aus dem nationalen Finanzausgleich deutlich weniger Mittel (minus 5 Mio. Franken) als im Vorjahr erhalten hat, blieb das Gesamtergebnis der Erfolgsrechnung praktisch unverändert. «Sondereffekte auf der Ertragsseite und eine hohe Budgetdisziplin machten dieses sehr erfreuliche Ergebnis möglich», schreibt die Regierung in einer Mitteilung.

Urner Kantonsrechnung 2019

Ergebnisse (in Mio. CHF) Rechnung 2019 Budget 2019 Rechnung 2018 Abweichung R19/B19
Total Aufwand 414.0 414.6 409.8 –0,6
Total Ertrag 420.8 409.5 416.8 11,3
Gesamtergebnis Erfolgsrechnung 6.8 -5.1 7.0 11,9
Investitionsausgaben 58.3 69.7 54.6 –11,4
Investitionseinnahmen 27.1 20.0 25.1 7,1
Nettoinvestitionen 31.2 49.7 29.5 –18,5
Selbstfinanzierungssaldo -4.3 -44.0 -6.4 39,7
Selbstfinanzierungsgrad 86.3% 24.6% 96.5%

Zur Erfolgsrechnung: Der Aufwand in der Kantonsrechnung 2019 beträgt 414,0 Mio. Franken. Darin enthalten sind zwei nicht budgetierte Fondszuweisungen in der Höhe von insgesamt 4,8 Mio. Franken. Unter Berücksichtigung dieses Effekts, liegt der Aufwand 5,4 Mio. Franken oder 1,3 Prozent unter Budget. Die wesentlichen Abweichungen sind: Neue Regionalpolitik, Nettobeitrag San. Gottardo (minus 1,4 Mio.); Personalaufwand (minus 0,8 Mio.); Private Fachschulen (minus 0,7 Mio.); Kantonale universitäre Hochschulen (minus 0,6 Mio.); Natur- und Heimatschutz (minus 0,6 Mio.); Abschreibungen Sachanlagen (minus 0,6 Mio.); Abschreibungen Investitionsbeiträge (minus 0,5 Mio.); Leistungsabgeltung SBB (minus 0,4 Mio.); Vertikaler Ressourcenausgleich innerkantonal (plus 1,0 Mio.); Winterdienst (plus 0,8 Mio.); Beiträge an Gemeinden, Schülerpauschalen (plus 0,5 Mio.)

Auf der Ertragsseite stehen 420,8 Mio. Franken beziehungsweise nach Abzug der beiden nicht budgetierten Fondszuweisungen 416,0 Mio. Franken in der Kantonsrechnung 2019. Dies sind 6,5 Mio. Franken oder 1,6 Prozent mehr als budgetiert. Die Hauptgründe für die Abweichung sind: Kantonale Steuern (plus 3,3 Mio.); Anteil Verrechnungssteuer (plus 1,1 Mio.); Gewinn Verkauf Liegenschaften Finanzvermögen (plus 0,7 Mio.); Marktwertanpassungen Wertschriften Finanzvermögen (plus 0,7 Mio.); Marktwertanpassungen Liegenschaften Finanzvermögen (plus 0,6 Mio.); Bundesbeiträge für Berufsbildung (plus 0,4 Mio.); Integrationsbeiträge Bund (plus 0,4 Mio.); Bundesbeiträge für Gewässerunterhalt (minus 0,8 Mio.); Bussen, Geldstrafen und Gebühren Staatsanwalt (minus 0,5 Mio.) Zahlreiche kleinere Mehr- und Minderaufwendungen beziehungsweise Mehr- und Mindererträge verbesserten das Gesamtergebnis der Erfolgsrechnung zusätzlich um 2,7 Mio. Franken.

Zur Investitionsrechnung: Die Bruttoinvestitionen der Investitionsrechnung belaufen sich auf 58,3 Mio. Franken und liegen da-mit um 11,4 Mio. Franken unter dem Budget. Die Nettoinvestitionen fallen mit 31,2 Mio. Franken um 18,5 Mio. Franken tiefer aus als budgetiert. Netto wurden 11,9 Mio. Franken für Hochbauten, 7,8 Mio. Franken bei den Kantonsstrassen, 2,8 Mio. Franken beim Amt für Energie für Konzessionsrückkauf und Kraftwerksbeteiligungen, 2,1 Mio. Franken beim Hochwasserschutz, 1,4 Mio. Franken beim Forst, 1,4 Mio. Franken für den öffentlichen Verkehr, 1,1 Mio. Franken für die Landwirtschaft und 0,5 Mio. Franken für Fussballplätze investiert. Zahlreiche kleinere Investitionen belaufen sich insgesamt auf 2,2 Mio. Franken.

Der Selbstfinanzierungsgrad, das heisst die Deckung der Nettoinvestitionen, erreicht 86,3 Prozent und liegt damit 61,7 Prozentpunkte über dem Budget (24,6 Prozent). Das Nettovermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Mio. Franken auf 68,3 Mio. Franken reduziert. «Der Regierungsrat wertet das Ergebnis der Kantonsrechnung 2019 als sehr erfreulich», heisst es in der Mitteilung.