Urner Künstlerin zeigt ihr Schaffen in der Villa Honegg

Bis zum Jahresende ist Erika Flor Stutz mit ihren Werken Gast im Fünfsternehotel Villa Honegg – eine nicht alltägliche Gelegenheit für sie.

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Simona Lussi (links) und Erika Flor Stutz in der Garage, wo die ersten Bilder die Gäste begrüssen.

Simona Lussi (links) und Erika Flor Stutz in der Garage, wo die ersten Bilder die Gäste begrüssen.

Bild: Christoph Näpflin (3. Februar 2020)

Das idyllische Hotel Villa Honegg am Eingang zum Bürgenstock bietet nebst kulinarischen Höhenflügen und einem aussichtsstarken Wellnessbereich noble Übernachtungen im Fünf-Sterne-Bereich. «Wir legen grossen Wert auf lokale und regionale Produkte und Partner», erklärt Simona Lussi, Leiterin vom Event- und Marketingbereich der Villa Honegg. «Dazu gehört auch, dass wir lokalen Künstlern die Möglichkeit geben, ihr Schaffen in unseren Räumen über eine längere Zeit zu zeigen», führt Simona Lussi weiter aus.

Bei der Auswahl der Künstler ist nebst der regionalen Verwurzelung auch wichtig, dass diese sich im Haus wohlfühlen können und ihr Schaffen bei den Gästen gut ankommt. Vor der Wahl setzten sich die Verantwortlichen der Villa Honegg mit verschiedenen regionalen Künstlern und ihren Werken auseinander und entschieden sich dann für eine Person, welche eingeladen wurde, mit ihren Werken Gast in der Villa Honegg zu sein.

Bilder speziell für die Räume erstellt

In diesem Jahr sind Bilder und Skulpturen von Erika Flor Stutz aus Schattdorf im ganzen Haus verteilt zu bewundern. «Ich konnte es am Anfang gar nicht glauben, dass ich ausgewählt worden bin, in der Villa Honegg ausstellen zu dürfen. Das ist eine grosse Ehre, aber auch eine riesige Herausforderung», erinnert sich Erika Flor Stutz voller Freude an das Telefonat zum Jahresende aus der Villa Honegg. Sie hat sich dann sogleich an die Arbeit gemacht, die Räume in der Villa Honegg besucht und die Anforderungen an die Bilder abgeholt. «Die Bilder und Skulpturen mussten zu den Räumen passen, Leben und Farbe mitbringen, aber nicht zu wild wirken und auch von der Grösse her passen», erklärt die Künstlerin das Vorgehen. «Ich habe es dann einfach passieren lassen und bin oft in der Nacht wieder aufgestanden und habe weitergearbeitet», erinnert sich Erika Flor Stutz an die intensiven letzten drei Monate.

Entstanden sind elf Bilder und fünf Skulpturen, welche am Eingang, im Foyer, im Salon und sogar in der Garage die Besucher durchs Hotel begleiten. «Die Gäste und sogar das Personal reagierten bis jetzt durchwegs sehr positiv über die neuen Bilder. Speziell auch die Skulpturen sind für uns neue Elemente der Gestaltung», konnte Simona Lussi der Künstlerin von den ersten Rückmeldungen berichten. Die Bilder sind während der Öffnungszeiten der Villa Honegg frei zugänglich.

Weg als Künstlerin erst mit 50 Jahren eingeschlagen

Erika Flor Stutz, welche in Seelisberg ein Atelier betreibt, hat sich nach einer betriebswirtschaftlichen Laufbahn im Alter von 50 Jahren neu orientiert. Sie hat sich das notwendige Basiswissen für die Arbeit mit Pinsel, Spachtel und Farbe an verschiedenen Aus- und Weiterbildungen angeeignet.

Vor zehn Jahren wagte sie sich zum ersten Mal mit einer Bilderausstellung an die Öffentlichkeit. Später kamen Arbeiten mit Skulpturen dazu. Der Einbezug von altem Material oder Schwemmholz verleiht ihren Werken eine spezielle Note. «Dass ich nun in der Villa Honegg ein Jahr ausstellen darf und bereits gute Rückmeldungen dazu habe, macht mich überglücklich. Das ist der Lohn für meine jahrelange Arbeit, das Ausprobieren und das Finden von meinem künstlerischen Stil», sagt die Künstlerin.