Urner Landeswallfahrt «en miniature»: Nur eine kleine Delegation pilgert nach Sachseln

Heuer findet die Landeswallfahrt aufgrund der Coronapandemie nicht wie gewohnt statt. Trotzdem soll der Brauch aufrechterhalten werden.

Georg Epp
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Bilder wie dieses von der Landeswallfahrt in Einsiedeln vor zwei Jahren wird es in diesem Jahr keine geben.

Bilder wie dieses von der Landeswallfahrt in Einsiedeln vor zwei Jahren wird es in diesem Jahr keine geben.

Bild: Georg Epp, Einsiedeln, 20. Oktober 2018

Die Urner Landeswallfahrt, die am kommenden Samstag, 24. Oktober, nach Sachseln vorgesehen war, wird aufgrund der neu erlassenen Vorschriften im Zusammenhang mit der Coronapandemie abgesagt. Der Schutz und die Gesundheit der Pilgerinnen und Pilger, sowie die Eindämmung der Pandemie stünden klar im Vordergrund der Entscheidung.

In Absprache mit Landammann Urban Camenzind wurde entschieden, dass eine kleine Delegation, bestehend aus Landammann, Landweibel Erwin Gisler, der amtierende Sennenvater Josef Planzer, Dekan Daniel Krieg, Wallfahrtsleiter Walter Arnold und allenfalls weitere zwei bis drei Personen, in den Ranft pilgern werden. Im Gottesdienst werden die Anliegen des Urner Volkes vor Gott gebracht. Die gewählte Form soll zum Ausdruck bringen, dass vor allem auch in schwierigen Zeiten ein langer und tief verankerter Brauch aufrechterhalten werden soll – dies trotz aller Einschränkungen und mit den gebotenen Vorsichtsmassnahmen. Die Wallfahrtsleitung bittet um Verständnis für diesen Entscheid und hofft, dass die traditionelle Landeswallfahrt im nächsten Jahr wieder durchgeführt werden kann.