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Urner Landrat beschliesst Verkehrsregeln im Wald

Der Landrat stoppt den Wildwuchs in den Urner Wäldern: Velofahrer, Biker und Reiter dürfen künftig nur noch auf Waldstrassen, befestigten Waldwegen oder speziellen Pisten unterwegs sein. Die Waldverordnung wird entsprechend angepasst.
Markus Zwyssig

Mit 55 zu 3 Stimmen hiessen die Kantonsparlamentarier am Mittwoch die Revision der kantonalen Waldverordnung klar gut. Die Anpassungen werden notwendig, weil sich einerseits das Bundesrecht, anderseits aber auch das Freizeitverhalten geändert hat.

Mit der Revision wird die Rechtsgrundlage geschaffen, mit der das wilde Befahren von Wald auf unbefestigten, unmarkierten und nicht speziell bewilligten Pfaden künftig unterbunden wird. Die Mitbenützung von signalisierten Fuss- und Wanderwegen wird in der Verordnung indessen nicht geregelt. Dies soll bei der Revision des kantonalen Fuss- und Wanderweggesetzes miteinbezogen werden.

In der Verordnung ist neu festgehalten, dass kleine, einfach errichtete und gedeckte Energieholzlager ohne Baubewilligung erstellt werden dürfen. Eine Absprache mit dem Revierförster ist aber notwendig. Dieser Artikel wird aufgenommen, weil das Errichten gedeckter Energieholzlager im Wald und der Missbrauch als Geräteunterstand in der Praxis oft Anlass zu Diskussionen geben. Neu geregelt wird die Entschädigung der Revierförster für forstpolizeiliche Tätigkeiten. Was die Staatskasse voraussichtlich mit zusätzlich 20000 Franken pro Jahr belasten wird.

«Kann»-Formulierung bei Holzförderung

Festgehalten wird in der Verordnung auch die Förderung einheimischen Holzes. Der Landrat sprach sich dabei aber für eine «Kann»-Formulierung aus. Beantragt hatte dies die landrätliche Sicherheitskommission. «Die Verwendung von Holz als Bau- und Werkstoff, aber auch als Energieträger stellt nicht in jedem Fall die absolut beste Lösung dar», stellte deren Präsident Ludwig Loretz (FDP, Andermatt) klar. Auch die CVP-Fraktion erachtete die «Kann»-Formulierung als sinnvoll. Damit würden nicht unnötige Zwänge aufgebaut, so Michael Arnold (CVP, Altdorf).

Die Teilrevision der Waldverordnung habe wenig Grund zu Diskussionen geliefert, insbesondere das Velofahren, Mountainbiken und Reiten im Rahmen der Vernehmlassung entschärft worden sei. «Im entsprechenden Artikel wird neu einzig geregelt, dass im Wald abseits von signalisierten Wegen nur auf bewilligten Pisten gefahren werden darf», so Arnold. Die FDP wisse um die Wichtigkeit eines gesunden Waldbestands, welche multifunktionale Aufgaben also Schutz, Erholung und Freizeit wahrnehmen müsse, so Toni Gamma (FDP, Gurtnellen). Auch die SP/Grüne-Fraktion stellte sich hinter die Vorlage, wie Mihriye Habermacher (SP, Erstfeld) betonte.

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