Urner Landrat: Die 64 Sitze sind heiss begehrt

Am Sonntag wird im Kanton Uri das Kantonsparlament neu gewählt. Dem Landrat gehören 64 Mitglieder an. Um die 58 zu vergebenden Sitze werden 134 Personen kämpfen.

Drucken
Teilen
Überblick über die Sitzverteilung im Urner Landrat.

Überblick über die Sitzverteilung im Urner Landrat.

Vor vier Jahren gab es bei den Landratswahlen im Kanton Uri einen Erdrutschsieg der SVP: Sie konnte ihre Sitzzahl von 9 auf 18 verdoppeln und stieg – hinter der CVP – zur zweitstärksten Partei im Urner Kantonsparlament auf. Der Siegeszug im Kanton Uri führte auch dazu, dass mit Beat Arnold im April 2010 erstmals ein SVP-Kandidat in die Regierung gewählt wurde. Wird die Partei ihren Siegeszug am 11. März fortsetzen? Urner Politbeobachter gehen nicht davon aus, dass die SVP nochmals markant mehr Sitze im Landrat gewinnen wird. Sie erwarten aber, dass die Partei ähnlich gut abschneidet wie 2008.

Sechs sind bereits gewählt

Dem 11. März beruhigt entgegenblicken können Anton Infanger, Bauen (parteilos), und Bernhard Walker, Isenthal (CVP, bisher). Sie sind in ihren Wohngemeinden bereits im Herbst 2011 als Mitglieder des Urner Landrats gewählt worden. Auch die vier bisherigen Silener Vertreter haben ihr Mandat für vier weitere Jahre auf sicher. Der Grund: Da nicht mehr Kandidaten aufgestellt wurden, als Sitze zu vergeben sind, konnte das Quartett vom Gemeinderat in stiller Wahl als bestätigt erklärt werden.

Überblick über die Sitzverteilung im Urner Landrat.

Überblick über die Sitzverteilung im Urner Landrat.

Um die noch verbleibenden 58 Sitze werden 134 Personen kämpfen, 35 Frauen und 99 Männer, unter ihnen 33 Bisherige. 2008 bewarben sich in den 20 Urner Gemeinden total 137, im Jahr 2004 sogar 147 Personen um die 64 Sitze im Urner Landrat. Der Anteil der kandidierenden Frauen beträgt 25 Prozent (2008: 23,4). Für die CVP treten 43 (2008: 46) Personen an, für die SVP 38 (34), für die FDP 31 (31) sowie für die Wahlallianz von SP, Juso, Grünen und Gewerkschaftsbund 25 (24). Zudem steigen 3 (2) Parteilose ins Rennen. Das rot-grüne Uri bleibt mit einem Anteil von 36,9 (2008: 36,0) Prozent die «frauenfreundlichste» Partei. Allein 50 der 64 Mandate stehen den 8 Proporzgemeinden Altdorf (15 Sitze), Attinghausen (3), Bürglen (7), Erstfeld (6), Flüelen (3), Schattdorf (9), Seedorf (3) und Silenen (4) zu. Für diese 50 Sitze stellen sich 121 Kandidaten zur Wahl (2008: 120). Eine Überraschung gibt es in Flüelen: Die das Dorfgeschehen während Jahrzehnten dominierende CVP fand nicht eine einzige Person, die sich auf eine Wahlliste setzen liess.

bar