Urner Landrat gibt Geld frei für Erhalt von Sicherheitsfunknetz

Der Kanton Uri kann das Funksystem Polycom, über das Blaulichtorganisationen kommunizieren, erneuern. Der Landrat hat am Mittwoch einen Verpflichtungskredit über 2,745 Millionen Franken bewilligt, auch mangels Alternativen.

Drucken
Teilen

(sda) Der Anschluss an das Funknetz, über das heute rund 55'000 Nutzer von Bund, Kantonen und Gemeinden kommunizieren, wurde in Uri 2005 beschlossen. Das System habe sich bewährt, hielt die Regierung in ihrem Antrag für Investitionen in den Werterhalt fest. Beim Stromausfall im vergangenen Februar etwa sei die Kommunikation im Kanton Uri nur noch mittels Polycom möglich gewesen.

Die Investitionen ins bestehende Sicherheitsfunknetz dienten ausschliesslich der technischen Erneuerung, damit dieses bis ins Jahr 2030 und darüber hinaus betrieben werden könne. Zusätzliche Antennen sind nicht nötig.

Der Unterhalt der alten Funkanlagen wird durch die Herstellerin eingestellt, weshalb etwa Antennen und Software ersetzt, modernisiert und aufdatiert werden müssen. Landrätin Karin Gaiser (CVP) bemängelte namens aller Fraktionen die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter und das Fehlen von Alternativen. Es sei dafür zu sorgen, dass man künftig nicht mehr in eine solche Zwangssituation gerate.

Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti (SP) sagte, das Anliegen sei beim Bund deponiert, der 2001 die Errichtung des Sicherheitsnetzes beschlossen hatte. Laut dem Sprecher der vorberatenden Sicherheitskommission gibt es weltweit nur zwei solche Systeme und dementsprechend wenige Einzelanbieter, daher bestehe neben dem finanziellen auch ein gewisser Zeitdruck.

Der Verpflichtungskredit für den Werterhalt erstrecken sich bis 2023. Bis auf eine Enthaltung stimmten sämtliche Landrätinnen und Landräte dem Geschäft zu.

Mehr zum Thema