Urner Landrat stellt die Weichen

Der Urner Landrat befasst sich am kommenden Mittwoch mit dem Thema zweite Röhre. Auslöser ist eine gültige Initiative der Jungen SVP Uri.

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Das Nordportal des Gotthard-Strassentunnels.

Das Nordportal des Gotthard-Strassentunnels.

Die Volksinitiative «Für mehr Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel und eine starke Urner Volkswirtschaft» der Jungen SVP (JSVP) Uri ist mit 1645 gültigen Unterschriften formell zu Stande gekommen. Regierung und landrätliche Baukommission erachten sie als gültig. Sie kommt somit vors Volk. Am kommenden Mittwoch entscheidet der Urner Landrat, welche Empfehlung er dem Volk dazu abgeben soll.

Optimale Alternativen gefordert

Verschiedene Möglichkeiten stehen im Raum: Ja zur JSVP-Initiative, Nein zur JSVP-Initiative, Ja zum Gegenvorschlag der Regierung oder Ja zu einem Minderheitsantrag der landrätlichen Baukommission: In einer Initiative soll der Kanton Uri den Bund ersuchen, die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels «derart auszugestalten, dass die betroffenen Regionen Uri und Tessin keine gravierenden negativen wirtschaftlichen Auswirkungen erleiden und dass die Verlagerung des Alpentransitgüterverkehrs von der Strasse auf die Schiene weiterhin Vorrang hat». Zu diesem Zweck soll die Sanierung mit einem optimalen Alternativangebot für PW und LKW, mit Sonderbewilligungen für den regionalen Verkehr und mit weiteren flankierenden Massnahmen umwelt- und wirtschaftsverträglich realisiert werden. «Erweisen sich diese Massnahmen für Lebensraum und Wirtschaft in Uri als nicht zielführend, sind umgehend die Voraussetzungen zum Bau einer zweiten Tunnelröhre zu schaffen. Die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels erfolgt dann erst nach der Inbetriebnahme der zweiten Tunnelröhre», heisst es im Gegenvorschlag.

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Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.

Urner Regierung will Ersatzröhre

Die Junge SVP Uri will mit ihrer Initiative, dass Uri den Bund auffordert, möglichst schnell eine zweite Röhre zu bauen, dies unter Einhaltung des Alpenschutzartikels. Der Gegenvorschlag der Regierung sieht als Konzept für die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels den Bau einer Ersatzröhre mit zwei Fahrspuren im Gegenverkehr ohne anschliessende Sanierung des bestehenden Tunnels vor.

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