Urner Landrat: Von Mentlen rückt für Blöchlinger nach

Michael von Mentlen erbt das Amt des Altdorfer SVP-Landrats. Gerüchte, seine Partei habe ihn verhindern wollen, dementiert er.

Florian Arnold
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Der Urner alt Landratspräsident Pascal Blöchlinger in seinem Amt als höchster Urner.

Der Urner alt Landratspräsident Pascal Blöchlinger in seinem Amt als höchster Urner.

Florian Arnold / Urner Zeitung

Alt Landratspräsident Pascal Blöchlinger hat sich am vergangenen Mittwoch von der Urner Politbühne verabschiedet. Der einstige Präsident der SVP Uri und Unternehmer zieht aus Altdorf weg und muss deshalb auch sein Landratsmandat niederlegen. Gemäss der Wahlliste würde der Jurist André Gisler nachrücken. Dieser ist allerdings seit kurzem als Staatsanwalt für den Kanton Uri tätig und kommt für das Landratsamt somit nicht mehr in Frage.

Zweiter auf der SVP-Ersatzliste ist der Elektroinstallateur Michael von Mentlen (Jahrgang 1998). Dieser hat beim Gemeinderat Altdorf seine Absicht erklärt, das Landratsmandat anzunehmen, wie er auf Anfrage bestätigt. Der Gemeinderat hat dies zur Kenntnis genommen.

Michael von Mentlen, SVP, Altdorf.

Michael von Mentlen, SVP, Altdorf.

PD / Urner Zeitung

Im Vorfeld dieser Rochade hatten allerdings Gerüchte die Runde gemacht, wonach die SVP von Mentlen nahe gelegt haben soll, er möge auf das Mandat verzichten. Denn an dritter Stelle auf der Ersatzliste befindet sich der neu gewählte SVP-Uri-Präsident Fabio Affentranger, den scheinbar einige SVP-Mitglieder gerne im Urner Parlament sehen würden. «Ich habe dieses Gerücht von vielen Seiten gehört, aber es stimmt nicht», stellt von Mentlen klar. «Ich weiss nicht, wer auf die Idee kam. Ich werde dieses Amt auf jeden Fall annehmen.»

Von Mentlen gibt zu, dass ihn seine Wahl überrascht. Als sogenannter «Listenfüller» sei er ins Rennen gestiegen, im Verlauf des Wahlkampfs sei es ihm aber immer ernster geworden. Auf welche Themen er sich im Landrat konzentrieren wird, könne er noch nicht sagen. Zur SVP gekommen sei er über Kollegen - dies sei auch der Grund, weshalb er trotz seines Alters nicht den Weg über die Jungpartei der SVP genommen habe.