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Urner müssen längere Reisezeiten
in Kauf nehmen

Urner ÖV-Benützer müssen sich während anderthalb Jahren gedulden, wenn sie Richtung Zug und Zürich oder in die entgegengesetzte Richtung reisen. Ab 2021 können sie aber vom Ausbau der Zugerseestrecke auch profitieren.
Bruno Arnold
Die doppelspurige Gleisführung bei der Einfahrt in den Bahnhof Walchwil von Zug her soll verlängert werden. (Archivbild: Stefan Kaiser, Walchwil, 15. März 2013)

Die doppelspurige Gleisführung bei der Einfahrt in den Bahnhof Walchwil von Zug her soll verlängert werden. (Archivbild: Stefan Kaiser, Walchwil, 15. März 2013)

Die SBB können bei Walchwil eine 1,7 Kilometer lange Doppelspur bauen und gleichzeitig auf der Strecke Zug–Arth-Goldau sieben Tunnels und 49 weitere Infrastrukturprojekte (Unterführungen, Durchlässe, Brücken et cetera) sanieren. Das Bundesgericht hat die hängige Beschwerde der IG Neat Zug in letzter Instanz abgewiesen. Die Gegner des Projekts opponieren seit 2014 unter anderem wegen des aus ihrer Sicht zu erwartenden grösseren Bahnlärms gegen die Pläne der SBB. Die IG befürchtet, dass dereinst Güterzüge über die Strecke am Ostufer geführt werden könnten.

Mehr Kapazitäten für den Fernverkehr Richtung Italien

Ziel der SBB ist es, auf der Strecke Zürich–Tessin–Mailand die gewünschte Kapazität für Fernverkehrszüge zu schaffen, ohne den Regionalverkehr einzuschränken. Bereits 2015 hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Plangenehmigung für dieses Projekt erteilt. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Bundesverwaltungsgericht am 10. Januar 2017 abgewiesen. Weil die IG ans Bundesgericht gelangte, verzögerte sich der Start des Projekts zusätzlich. Jetzt können die SBB aber mit der Detailplanung der Bauarbeiten weiterfahren.Die Bauarbeiten der SBB am Zugersee sollen Mitte 2019 beginnen und bis Ende 2020 dauern.

Behinderungen und Fahrzeitverlängerungen

Während der Bauarbeiten wird die Strecke zwischen Zug und Arth-Goldau für anderthalb Jahre gesperrt. Die Züge nach Zug und Zürich werden über Rotkreuz umgeleitet. Bis Ende 2019 sanieren die SBB zudem die Bahnlinie am Axen. «Dank des Ausbaus wird der schienengebundene öffentliche Verkehr auf der Nord-Süd-Achse gesichert und gestärkt», schreibt die Volkswirtschaftsdirektion Uri in einer am Mittwoch veröffentlichten Medienmitteilung. «Davon werden auch die Urnerinnen und Urner profitieren.» Bis es jedoch soweit ist, gibt es zuerst einmal während rund anderthalb Jahren auch Einschränkungen zu erdulden. Zwischen Mitte 2019 und Ende 2020 sind befristete Fahrplanänderungen für die Züge von und nach Uri unumgänglich. Während dieser Zeit müssen Behinderungen und Fahrzeitverlängerungen bei der Benutzung des öffentlichen Verkehrs Richtung Zug und Zürich in Kauf genommen werden.

«Wir suchen kundenfreundliche Lösungen»

«Die Urner Regierung ist in Kontakt mit den zuständigen Stellen der SBB», erklärt Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind. «Wir suchen intensiv nach möglichst kundenfreundlichen Lösungen, sei es durch Optimierungen und Anpassungen im vorliegenden Fahrplanentwurf oder durch geeignete Bahnersatzangebote. Die Verbindungen in den Kanton Uri und die Anbindung des Kantons Uri - und zwar bis ins Oberland – müssen jederzeit gewährleistet sein.»

Bereits ist klar: Interregio-Schnellzüge verkehren auch zwischen Mitte 2019 und Ende 2020 wie bisher mit Halt in Flüelen, Erstfeld und Göschenen, in der zweiten Jahreshälfte 2019 zusätzlich noch in Altdorf. Für die S2 sind Einschränkungen vor allem in den verkehrsarmen Zeiten unumgänglich.

Auch nach 2020 mit S2 nach Erstfeld

Ab Dezember 2020 wird dann die S2 wieder uneingeschränkt von und nach Erstfeld verkehren. Die SBB haben dem Kanton Uri zugesichert, die Konzession für die S2 auch nach 2020 bis Erstfeld zu beantragen. Auch der «Schnellzug» verkehrt ab diesem Zeitpunkt wieder wie heute, wobei die Südostbahn (SOB) mit dem neuen Angebotskonzept in Flüelen, Altdorf (ab 2022), Erstfeld und Göschenen halten wird.

«Wir werden in den nächsten Monaten das laufende Fahrplanverfahren nutzen, um die Details zu den ÖV-Angeboten von und nach Uri zu klären», betont Camenzind. «Dann wird die Volkswirtschaftsdirektion zusammen mit den beteiligten konzessionierten Transportunternehmungen die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informieren.»

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