Urner Museen blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Rund 42 000 Besucher nutzten die Angebote der Urner Museen im vergangenen Jahr. Die Aussichten für das Jahr 2020 sind ungewiss, trotzdem gibt's einen Lichtblick.

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Die erfolgreiche Weihnachtsausstellung im Historischen Museum Uri zeigte eindrückliche Papierkrippen.

Die erfolgreiche Weihnachtsausstellung im Historischen Museum Uri zeigte eindrückliche Papierkrippen.

Bild: PD

(RIN) «Papierkrippen – Krippen der armen Leute», «Der kalte Krieg», «Natur – zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit», «Gwindel», «SAC Piz Lucendro». So hiessen einige der Sonderausstellungen, welche die zwölf in der Urner Museumskonferenz vereinigten Museen im vergangenen Jahr präsentierten. Und sie taten dies mit Erfolg. Rund 42 000 Personen besuchten eines der Museen, wie die Urner Bildungs- und Kulturdirektion in einer Mitteilung schreibt.

«Diese Zahl zeigt, dass die Urner Museumslandschaft für ein breites Publikum attraktiv ist», freut sich der Präsident der Museumskonferenz, Romed Aschwanden. «Mit viel ehrenamtlicher Arbeit leisten die Urner Museen eine qualitativ hervorragende Arbeit.»

Schüler profitieren von Vermittlungsangeboten

Seit 2013 können Urner Schulklassen im Rahmen des Projekts «100 Klassen ins Museum!» unentgeltlich die Vermittlungsangebote der Urner Museen in Anspruch nehmen. Im Schuljahr 2018/2019 profitieren 78 Schulklassen mit 1 474 Kindern und Jugendlichen davon. Rund ein Viertel aller Schulklassen besuchte damit eines der Urner Museen. Besonders gefragt waren bei den Urner Schulen das Haus für Kunst Uri und das Historische Museum, welche museumspädagogische Verantwortliche angestellt haben. Das Projekt wurde im vergangenen Jahr durch den Urner Regierungsrat und den Armin-Lusser-Fonds unterstützt.

Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg lobt das Engagement der Urner Museen im Bereich Kulturvermittlung: «Kinder und Jugendliche für die verborgenen Schätze der Urner Museumslandschaft zu begeistern, ist eine herausfordernde und zugleich bereichernde Tätigkeit. Die Urner Museen leisten hier einen wertvollen Beitrag zur Kinder- und Jugendförderung im Kanton Uri.»

Von moderner Kunst bis zur Gotthardfestung

(RIN) Die Urner Museumskonferenz, der Zusammenschluss der Urner Museen, fördert den Austausch zwischen den Museen. Sie organisiert die Urner Museumsnacht, koordiniert die Kulturvermittlungsangebote für die Schulen, unterhält die Website www.museen-uri.ch und vertritt Anliegen der Urner Museen gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik. Teil der Museumskonferenz sind das Haus für Kunst Uri, das Mineralienmuseum in Seedorf, das Historische Museum in Altdorf, das Kirchenschatzmuseum in Altdorf, das Talmuseum in Andermatt, das Tellmuseum in Bürglen, das Sasso San Gottardo, das nationale St.-Gotthard-Museum, das Naturkundemuseum des Kollegiums, SBB Historic in Erstfeld sowie das Dörflihausmuseum in Spiringen. Die Urner Museen werden fast ausschliesslich von privaten Vereinen geführt.

Coronavirus prägt das Ausstellungsjahr 2020

Die Massnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus prägen indes die Aussichten für das Ausstellungsjahr 2020. So musste das Haus für Kunst Uri bereits nach einer Woche seine Frühlingsausstellung «Anton Bruhin – Hauptsache» vorübergehend schliessen. Auch das Talmuseum Ursern und das Kirchenschatzmuseum Altdorf waren von Schliessungen respektive der Absage von Vernissagen betroffen. Das Urner Mineralienmuseum bleibt in diesem Jahr geschlossen.

Seit dem 11. Mai 2020 können die Urner Museen unter Einhaltung eines Schutzkonzepts ihre Türen wieder öffnen. «Für die privat geführten Urner Museen bedeutet das einen grossen Mehraufwand», so Romed Aschwanden. Dennoch öffnen erste Urner Museen nun ihre Türen. Bereits seit gestern Donnerstag, 14. Mai, ist im Haus für Kunst Uri wieder die Ausstellung von Anton Bruhin zu sehen. Demnächst zeigt das Historische Museum zudem seine Sonderausstellung zur Medizingeschichte des Kantons Uri. Weitere Museen planen derzeit die Eröffnung ihrer Ausstellung in diesem ausserordentlichen Jahr.

Mehr zu den Urner Museen gibt es auf: www.museen-uri.ch.