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Urner nimmt am Weltpfadilager in den USA teil

Leandro Huber aus Attinghausen ist einer von 45'000 Pfadfindern am World Scout Jamboree in West Virginia.
Carmen Epp

Bereits sein halbes Leben lang heisst es im Sommer für Leandro Huber alias «Plexi»: Ab ins Pfadilager! Trotzdem dürfte das diesjährige Lager dem 14-jährigen Gymnasiasten in ganz besonderer Erinnerung bleiben.

Nachdem «seine» Pfadi St.Martin Altdorf vom Lager in Hemishofen SH zurückgekehrt war, reiste Huber als einziger Urner Teilnehmer von Attinghausen ins 7000 Kilometer entfernte Oak Hill im US-Bundesstaat West Virginia ans Weltpfadilager, das sogenannte World Scout Jamboree.

Ein riesiges Gelände für Zehntausende Pfadfinder

Mehr als 45'000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus insgesamt 152 Ländern, darunter 1150 aus der Schweiz, nehmen an der 24. Ausgabe des Weltpfadilagers teil. Wie riesig das Ganze ist, realisierte Leandro Huber spätestens an der Eröffnungszeremonie vom vergangenen Montag, bei der alle Teilnehmer und Gruppenleiter zusammen einer Show aus Hip-Hop-Tänzern, Schlagzeugern und Leuchtdrohnen erlebten. «Egal wo man hinschaute, überall standen Leute und feierten den Einzug ins Lager», erzählt Huber auf Anfrage dieser Zeitung. «Das war toll!»

Riesig ist auch das Gelände, auf dem das Lager stattfindet: das «The Summit Bechtel Reserve», eine renaturierte ehemalige Kohlenmine in Oak Hill, die mit 42 Quadratkilometern fast so gross ist wie die Gemeindefläche von Attinghausen, wo Huber wohnt. «Es hat hier grosse Grünflächen, Hügel, und sogar Seen wurden angelegt», schildert Huber die Umgebung vor Ort. Auf dem Gelände werden dann auch zahlreiche Aktivitäten angeboten. Der 14-Jährige erzählt von einer River-Rafting-Tour und Kanufahrten auf dem New River, vom Fischen, Mountainbiken und Zip-Lining. «Ausserdem gibt es überall Infostände, an denen man Dinge lernen kann über die Natur oder Computertechnik. Auch ein Nachhaltigkeits-Baumhaus und ein Religionszelt gibt es auf dem Gelände.»

Nicht nur im grossen Angebot an sportlichen Aktivitäten unterscheide sich das Jamboree vom «normalen» Pfadilager, erzählt Huber. Die Pfadfinder müssen für sich und ihre rund 40-köpfigen Trupps selber kochen und einkaufen. Und – anders als im Sommerlager, wo sich die Teilnehmer schon kennen – gehe es im Jamboree darum, andere Pfadis aus anderen Ländern kennen zu lernen. «Gestern Abend haben wir uns mit unserem Nachbartrupp aus Brasilien unterhalten», erzählt Huber. Bereits zieren zahlreiche Pfadikrawatten aus verschiedenen Ländern seinen Hals. Nun freue er sich auf den «Cultural Day», an dem jeder Trupp Dinge aufstellt, die typisch sind für das Herkunftsland, sodass eine grosse Ausstellung für alle entsteht. «Und demnächst werden wir auch Pfadis von anderen Ländern zu uns zum Znacht einladen, oder wir werden selber eingeladen, wer weiss?»

Jamboree im Kanton Uri «nicht so bekannt»

Nach der Besteigung des Mount Jack, des höchsten Punktes des Lagergeländes, geht das Jamboree am 1. August mit der Schlusszeremonie zu Ende.

Dass er der einzige Teilnehmer aus dem Kanton Uri ist – im Helferteam und in der Delegation gibt es auch noch Urner – kann er sich nicht erklären. «Das Jamboree ist offenbar bei uns nicht so bekannt.» Mit den Erlebnissen, die Leandro Huber aus den USA mit nach Hause nimmt, kann der 14-Jährige vielleicht den einen oder anderen dafür begeistern, beim nächsten Weltpfadilager teilzunehmen, das in vier Jahren in Südkorea stattfinden wird. Details wie Kosten sind noch nicht bekannt; das diesjährige Jamboree schlug für Pfadfinder gemäss Website mit 4600 Franken zu Buche.

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