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URNER OBERLAND: Raiffeisenbank macht weniger Gewinn

Die Raiffeisenbank Urner Oberland spricht von einem soliden Geschäftsjahr 2016. Zudem tritt Max Simmen aus Andermatt nach fünfzehn Jahren aus dem Verwaltungsrat zurück. Sein Nachfolger wird Urs Gisler aus Erstfeld.
Die Raiffeisenbank Urner Oberland konzentriert sich seit Februar vor allem auf die beiden Standorte ­Andermatt und Erstfeld. Bild: Manuela Jans-Koch (Gettnau, 10. März 2016)

Die Raiffeisenbank Urner Oberland konzentriert sich seit Februar vor allem auf die beiden Standorte ­Andermatt und Erstfeld. Bild: Manuela Jans-Koch (Gettnau, 10. März 2016)

An der Generalversammlung der Raiffeisenbank Urner Oberland vom vergangenen Mittwoch im Casino Erstfeld konnte Verwaltungsratspräsident Markus Christen in seinem Jahresbericht über ein solides Geschäftsjahr 2016 informieren. So konnte die Bank erneut ein Wachstum bei den Hypothekarausleihungen wie auch bei den Kundengeldern verzeichnen. Die Bilanzsumme kletterte auf 342 Millionen Franken. Die detaillierten Zahlen erläuterte der Vorsitzende der Bankleitung, Rolf Infanger.

Im Jahr 2016 durfte die Raiffeisenbank Urner Oberland ihr 75-jähriges Bestehen feiern. Ausserdem stand das Jahr im Zeichen der Digitalisierung. Immer mehr Bankdienstleistungen werden digital angeboten – sei es Bezahlen mit dem Smartphone, die Kontoeröffnung übers Internet oder die Online-Hypothek. Neu ist auch die Spendenplattform lokal-helden.ch, auf der Vereine und gemeinnützige Organisationen unkompliziert Geld für ihre Projekte sammeln können. Nach wie vor ist aber auch der persönliche Kontakt mit den Kunden wichtig.

Das Wirtschaftsumfeld bleibt sehr angespannt

In einem äusserst anspruchsvollen Marktumfeld erwirtschaftete die Raiffeisenbank Urner Oberland 2016 ein gutes Ergebnis und konnte so an den Erfolg der Vorjahre anknüpfen. Im Berichtsjahr stiegen die Kundenausleihungen um 3,7 Prozent, die Kundeneinlagen um 3 Prozent. Der Jahresgewinn sank in angespanntem Wirtschaftsumfeld um 7,6 Prozent auf 343243 Franken.

Die Generalversammlung genehmigte die Jahresrechnung und entlastete die Bankorgane. Trotz des allgemein tiefen Marktzinsniveaus beantragte der Verwaltungsrat der Generalversammlung nochmals eine Verzinsung der Anteilscheine von 6 Prozent.

Giuseppe Lao feiert Dienstjubiläum

Nach fünfzehn Jahren im Verwaltungsrat hat sich Max Simmen aus Andermatt entschieden, sein Verwaltungsratsmandat abzugeben. Präsident Markus Christen würdigte die Kollegialität und das umsichtige Handeln genauso wie die grosse Arbeit und das Engagement von Simmen. Im Namen aller Verwaltungsräte und des Personals bedankte er sich herzlich und überreichte ein Geschenk mit den besten Glückwünschen für die Zukunft.

Neu konnte der Erstfelder Urs Gisler gewonnen werden. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Mit seiner Erfahrung als Inhaber und Geschäftsführer einer Schreinerei und seinen Kenntnissen aus bisherigen Tätigkeiten ist Gisler bestens für seine neue Aufgabe geeignet. Die Versammlung wählte ihn mit grossem Mehr.

Finanzberater Giuseppe Lao konnte für sein 15-Jahr-Dienstjubiläum gratuliert werden. Im Team der Raiffeisenbank durften 2016 die Kundenberaterin Eliane Gisler sowie die Lernende Jasmin Gougouch begrüsst werden. Angela Baumann wird nach einem erfolgreichen Lehrabschluss als Kundenbetreuerin weiterbeschäftigt.

Bancomaten sollen erhalten bleiben

Das Jubiläumsjahr der Bank wurde durch diverse Aktivitäten wie den Jubiläumskalender, der Abgabe von Swiss-Ski-Mützen an die Schüler, den Jubiläumsbeitrag an die Freizeitanlage Selder­boden in Silenen sowie diverse weitere Engagements begleitet. Als Höhepunkt dieser Feierlichkeiten fand am 28. Mai 2016 in der Mehrzweckhalle Andermatt die Jubiläums-Generalversammlung statt.

Doch das vergangene Jahr brachte auch Veränderungen mit sich. Denn die Bankenwelt dreht sich schnell. Immer mehr Kunden nutzen E-Banking, Bancomaten oder bezahlen bargeldlos. Mit diesen Kanälen wird einerseits Bargeld am Bankschalter immer unwichtiger, andererseits nimmt der Beratungsbedarf laufend zu. Aufgrund dieser Entwicklung wurde das Geschäftsstellennetz der Raiffeisenbank Urner Oberland Anfang Februar 2017 angepasst mit der Konzentration auf die zwei Standorte Erstfeld und Andermatt.

Sämtliche Bancomaten an den Standorten Erstfeld, Silenen, Amsteg, Bristen, Wassen und Andermatt bleiben auch künftig erhalten. Es findet auch kein Abbau von Mitarbeitenden statt. Insgesamt beschäftigt die Bank 19 Angestellte – davon zwei Lehrlinge. Die individuellen Beratungsdienstleistungen im gesamten Geschäftskreis sollen intensiviert und ausgebaut werden. So bietet die Bank, wie bisher, persönliche Beratungsgespräche auf der Bank oder beim Kunden zu Hause an – unabhängig von den Schalteröffnungszeiten.

Ständerat Isidor Baumann spricht von Chancen

Im Anschluss an die GV konnte Ständerat Isidor Baumann aus Wassen für ein Referat gewonnen werden. Er informierte die Anwesenden anhand seiner Ausführungen über aktuelle und zukünftige Projekte, die auch grosse Chancen für das Urner Oberland eröffnen. Zum Abschluss des Abends wurden die Genossenschafter zu einem reichhaltigen Apéro eingeladen.

Kennzahlen zur Raiffeisenbank Urner Oberland 2016

31. Dez 15 31. Dez 16

Veränderung
in Prozent

Bilanzsumme 325'413'000 342'539'000 5,30
Kundenausleihungen 293'762'000 304'557'000 3,70
Hypothekarforderungen 275'790'000 290'219'000 5,20
Kundengelder 282'984'000 291'567'000 3,00
Erfolg aus dem Zinsengeschäft 4'514'000 4'611'000 2,20
Erfolg aus dem Kommissions-
und Dienstleistungsgeschäft
390'000 374'000 –4,20
Betriebsertrag 5'160'000 5'271'000 2,20
Geschäftsaufwand 2'888'000 3'138'000 8,60
Bruttogewinn 2'272'000 2'133'000 –6,10
Jahresgewinn 372'000 343'000 –7,60
Anzahl Mitglieder 4588 4517 –1,60

Veränderung
in Prozent

(red)

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