Urner Raiffeisenbanken erfreuen sich an hohen Zuwachsraten

Trotz Umzug und Fusion im vergangenen Jahr ziehen die Urner Raiffeisenbanken eine positive Bilanz.

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Die zwei Urner Raiffeisenbanken befinden sich weiterhin auf Wachstumskurs.

Die zwei Urner Raiffeisenbanken befinden sich weiterhin auf Wachstumskurs.

Bild: PD

(ml) Die Urner Raiffeisenbanken erachten 2019 als erfolgreiches Geschäftsjahr. Dies obwohl das Jahr auch Herausforderungen für die beiden Banken in Uri mit sich brachte. Einerseits zog die Raiffeisenbank Schächental vom vorübergehenden Provisorium in ihre neuen Räumlichkeiten in Bürglen um, anderseits schloss die Raiffeisenbank Urnerland die Fusionsarbeiten ab.

«Trotz interner Mehrarbeiten und Belastungen blieb genügend Zeit für die Kunden», bilanziert die Bank in einer Medienmitteilung. Diese Aussage wird mit den Zuwachsraten der beiden Bankinstitute begründet: So stiegen die Hypothekarforderungen bei den Urner Raiffeisenbanken um 3,1Prozent. Die Kundeneinlagen legten um 4,2Prozent zu und die Volumen in den Wertschriftendepots stiegen – mit Unterstützung der boomenden Anlagemärkte – gar um 15,6Prozent.

Geschäftsaufwand bleibt relativ stabil

Die Zuwachsraten im Kundengeschäft konnten aufgrund des Margendrucks im Zinsengeschäft insgesamt nicht in höhere Erträge umgewandelt werden, heisst es in der Medienmitteilung. Vor allem die anhaltende Negativzinssituation belastet das Ergebnis der beiden Banken merklich. Der Betriebsertrag reduzierte sich im Berichtsjahr um 2,3Prozent.

«Die Beraterkapazitäten wurden ganz im Sinne der eingeschlagenen Vorwärtsstrategie erweitert», so die Mitteilung. Es wurden 5,4 neue Vollzeitstellen geschaffen. Dies begründet den Anstieg beim Personalaufwand von knapp 9Prozent. Dafür konnten die Urner Raiffeisenbanken «dank aktivem Kostenmanagement» den Sachaufwand um knapp 10 Prozent verringern. Insgesamt stieg der Geschäftsaufwand somit um lediglich 1,3 Prozent.

Höhere Abschreibungen aufgrund der Investitionen

Andere Investitionen in die Zukunft, nämlich die getätigten baulichen Investitionen sowie die Einführung einer neuen Kernbankenapplikation führten zu höheren Abschreibungen. Als Folge reduzierte sich die Steuerbelastung der zwei Urner Raiffeisenbanken.

Der ausgewiesene Jahresgewinn beträgt 1,45 Millionen Franken und liegt damit 5,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Knapp 0,2 Millionen fliessen laut der Bank in Form des Genossenschaftszinses direkt an die Genossenschafterinnen und Genossenschafter zurück. «Der Rest wird dem Eigenkapital zugewiesen und stärkt damit die so wichtigen Eigenmittel der Banken.»