Urner Raiffeisenbanken vergeben 79 Coronakredite

Die Sofort-Liquiditätshilfe hat zum Anstieg der Ausleihungen um 21 Millionen beigetragen. Auch die Zunahme bei den Kundeneinlagen ist auf die Coronakrise zurückzuführen.

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Die Vorsitzenden der Bankleitungen: Theo Arnold (links), Raiffeisenbank Schächental, und Beat Bütikofer, Raiffeisenbank Urnerland.

Die Vorsitzenden der Bankleitungen: Theo Arnold (links), Raiffeisenbank Schächental, und Beat Bütikofer, Raiffeisenbank Urnerland.

Bild: PD

(ml) Die zwei Urner Raiffeisenbanken Schächental und Urnerland präsentieren die Ergebnisse des ersten Halbjahres. In diesem Zeitraum stiegen die Ausleihungen insgesamt um 21 Millionen Franken, was einer Zunahme von 1,6 Prozent entspricht. Dieses Wachstum beinhaltet sowohl Hypotheken als auch die vergebenen Covid-19-Kredite.

Insgesamt 79-mal wurde bei den Urner Raiffeisenbanken die vom Bund verbürgte Sofort-Liquiditätshilfe für Unternehmer in Anspruch genommen. Dies geht aus einer Medienmitteilung des Urner Verbands der Raiffeisenbanken hervor. Die Gesamtsumme beträgt 4,4 Millionen Franken.

Geschäftserfolg ist höher als im Vorjahr

Auch bei den Kundeneinlagen wurde ein Anstieg um 3,6 Prozent (44,4 Millionen Franken) verzeichnet. Dies sei darauf zurückzuführen, dass die Kundinnen und Kunden während des Shutdowns weniger Gelegenheiten hatten, Geld auszugeben, lautet die Interpretation in der Medienmitteilung.

Der Betriebsertrag der beiden Banken stieg im Berichtszeitraum um 4,8 Prozent (400'000 Franken). Der Steigerung liegt gemäss Mitteilung insbesondere der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft zugrunde, was wiederum auf die Hohe Volatilität der Märkte zurückzuführen sei.

Ebenfalls mehr Ertrag warf das Zinsdifferenzgeschäft ab. Leicht tiefere Erträge gingen aus dem Handelsgeschäft und dem übrigen ordentlichen Erfolg hervor. Die Personalkosten konnten gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden. Es resultiert ein Geschäftserfolg von 3,79 Millionen, womit der Vorjahreswert übertroffen wird.