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Urner Regierung genehmigt die WOV-Baupläne

Das Grossprojekt ist technisch bereit zur Ausführung. Die insgesamt 80 Einsprachen sind entweder bereinigt oder abgewiesen worden. Trotzdem ist der Baustart im Herbst noch nicht garantiert.
Bruno Arnold
So soll die Verkehrsführung beim Coop-Kreisel und bei der Schächenbrücke in Schattdorf dereinst aussehen. (Visualisierung: Baudirektion Uri)

So soll die Verkehrsführung beim Coop-Kreisel und bei der Schächenbrücke in Schattdorf dereinst aussehen. (Visualisierung: Baudirektion Uri)

Der Regierungsrat hat die Plangenehmigungsverfügung für die West-Ost-Verbindung (WOV) vom Kreisel Wysshus Ost in Attinghausen bis zum Coop-Kreisel in Schattdorf erteilt. Gegen die Planauflage waren bei der Baudirektion Uri im vergangenen Vorsommer insgesamt rund 80 Einsprachen eingegangen. Sie sind entweder bereinigt oder abgewiesen worden.

«Während der Einspracheverhandlungen konnte mit wichtigen Grundeigentümern und Anstössern für beide Parteien zufriedenstellende Lösungen erreicht werden», schreibt die Baudirektion Uri in einer Medienmitteilung. Knackpunkte waren dabei vor allem Land- oder Rechtserwerbe. Wichtigster Grundeigentümer im Perimeter der geplanten WOV ist die Ruag.

Einsprache abgewiesen: Beschwerde möglich

«Dank dieser Einigungen ist das Projekt WOV soweit fortgeschritten, dass mit der Umsetzung wie geplant im Herbst 2019 begonnen werden kann», so die Baudirektion Uri. Das heisst: Technisch gesehen ist das WOV-Projekt bereit zur Ausführung. Die Plangenehmigungsverfügung kann allerdings mittels Beschwerde vor Obergericht angefochten werden.

Gegen die Planauflage hatte im Juni unter anderem die Sektion Uri des VCS Einsprache erhoben. Die Kritik betraf einerseits die vorgesehene Tempolimite von 80 km/h auf der WOV. Der Kanton hält nun aber an dieser Limite fest. Anderseits war die fehlende Velofreundlichkeit kritisiert worden. So fehle etwa ein Warteraum für Velofahrer, die vom Kollegi Richtung Schattdorf unterwegs seien und vor dem Überqueren der Gotthardstrasse anhalten würden.

Die WOV soll Ende 2021 in Betrieb gehen. Die neue Strasse entlastet Siedlungsgebiete vom Durchgangsverkehr. Das Urner Stimmvolk hat im Oktober 2015 die 19,8 Millionen Franken teure Umfahrungsstrasse gutgeheissen. Zusammen mit dem neuen A2-Halbanschluss Altdorf Süd soll die Erschliessung des Urner Talbodens damit verbessert werden. Der Halbanschluss wird vom Bund geplant und finanziert. Der Bundesrat hat das Generelle Projekt im November genehmigt.

Im Rahmen der dritten Generation der Agglomerationsprogramme stellt der Bund total 1,34 Milliarden Franken als Beitrag an Verkehrsprojekte von Städten und Agglomerationen zur Verfügung. Er hat die entsprechende Botschaft zuhanden des eidgenössischen Parlaments verabschiedet. 17,23 Millionen Franken sollen auch an Bauvorhaben in Uri fliessen, darunter 9,19 Millionen Franken für die WOV (inklusive Knoten Schächen und flankierende Massnahmen in Altdorf, Bürglen und Schattdorf).

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