Uri will den Hirschbestand verkleinern

«Hirschlein nimm Dich bloss in Acht», lautet in Uri die Devise für das Rotwild. Die Regierung will den Bestand verkleinern, weil die Tiere im Wald und im Kulturland erhebliche Schäden verursachen. Der Landrat hat eine parlamentarische Empfehlung überwiesen.

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(sda) Landrat Alois Arnold (SVP) hatte in seinem Vorstoss gewarnt, der Hirschbestand sei völlig ausser Kontrolle geraten und müsse anders reguliert werden. Er regte an, die Abschusszahlen massiv zu erhöhen, Jagdbann-Gebiete zu öffnen und gleichzeitig wie die Nachbarkantone mit der Jagd zu beginnen.

Die Regierung hielt fest, viele dieser Anliegen seien bereits umgesetzt oder man sei daran, sie umzusetzen. Er sei jedoch bereit, im Rahmen der Jagdplanung die weiteren Fragen zu diskutieren. Der Rat überwies die Empfehlung am Mittwoch mit 52 zu 0 Stimmen bei 4 Enthaltungen.

Arnold sagte, die Regierung erwecke in ihrer Antwort den Anschein, als mache sie alles richtig. Tatsache sei aber, dass es noch immer viel zu viele Hirsche gebe. Es brauche andere Massnahmen. «Sonst muss jeder Bauer selber eingreifen», sagte Arnold.

Max Baumann (SVP) sagte, er habe Zweifel, ob Uri wirklich einen solch hohen Hirschbestand habe oder ob dieser nur auf dem Papier existiere. Wenn gewisse Interessengruppen noch höhere Abschusszahlen von den Jägern forderten, laufe man nämlich Gefahr, dass auch das Thema Grossraubtiere wieder mehr Gewicht erhalte.

Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti (SP) sagte, die Regierung passe in der Jagdkommission die Bestimmungen jedes Jahr den Gegebenheiten an. Uri biete im Gegensatz zu Nachbarkantonen hohe Zahlen bei den Abschüssen. Der Hirschbestand im Kanton Uri nehme tatsächlich zu.

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