Urner Regierung will Kantonsgeschichte

Die Geschichte des Kantons Uri soll in einem gut lesbaren Buch neu erzählt werden. Der Urner Regierungsrat hat sich für die Ausarbeitung einer Kantonsgeschichte ausgesprochen und erste Forschungsarbeiten in Auftrag gegeben.

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Der Kantons Uri soll eine Kantonsgeschichte bekommen. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Der Kantons Uri soll eine Kantonsgeschichte bekommen. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Der Urner Regierungsrat befasst sich seit einigen Jahren mit der Idee, eine neue Kantonsgeschichte erarbeiten zu lassen. 2009 gab er Abklärungen in Auftrag, seit August dieses Jahres liegt eine Projektstudie vor.

Für Uri gebe es keine umfassende, wissenschaftlich breit abgestützte Kantonsgeschichte, erklärte der Urner Bildungsdirektor Beat Jörg am Dienstag an einer Medienkonferenz. In einem neuen Werk könnten neue Forschungsergebnisse aufgenommen und ein Teil der Wissenslücken gefüllt werden.

Der Regierungsrat bezeichnet eine historische Gesamtdarstellung des Kantons als wichtige staats- und bildungspolitische Grundlage. Nach seinen Vorstellungen müsste die Kantonsgeschichte (mit Bildern) rund 1250 Seiten dick und gut lesbar sein. Ein professionelles Autorenteam müsste darin die Geschichte des heutigen Kantonsgebietes von der Frühzeit bis zur Gegenwart erzählen.

Kosten bis 3 Millionen Franken

Gestützt auf die Erfahrungen des Kantons Schwyz, geht der Urner Regierungsrat davon aus, dass die Erarbeitung der Kantonsgeschichte rund acht Jahre dauern und 2,5 bis 3 Millionen Franken kosten dürfte.

Aus finanzpolitischen Überlegungen soll mit der eigentlichen Arbeit erst ab 2015 gestartet werden, weil dann die Inventarisierung der Kunstdenkmäler ausläuft. Die Finanzierung ist laut Regierungsrat noch offen. In Frage kämen Mittel aus dem Lotteriefonds.

Die Zeit bis 2015 soll dazu genutzt werden, wissenschaftliche Fragen zu klären und Vorarbeiten in Archiven zu tätigen. Einen entsprechenden Auftrag hat der Regierungsrat an Claudius Sieber- Lehmann erteilt.

sda