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Heidi Z'graggen will's wissen: Die Urner CVP-Regierungsrätin kandidiert für den Bundesrat

Die Urner CVP-Politikerin Heidi Z'graggen stellt sich als Kandidatin für den Bundesrat zur Verfügung. Sie ist damit die erste CVP-Politikerin, die für einen Sitz im Bundesrat kandidiert. Ein weiterer Urner Politiker sagt ab.
Flurina Valsecchi/ Yasmin Kunz
Die Urner CVP-Regierungsrätin Heidi Z'graggen. (Bild PD)

Die Urner CVP-Regierungsrätin Heidi Z'graggen. (Bild PD)

Heidi Z'graggen will in den Bundesrat. In einer Mitteilung vom Donnerstag teilt die Urner CVP-Kantonalpartei ihre Kandidatur mit. «Ich bin bereit, als Urnerin, Zentralschweizerin und Schweizerin und langjähriges Mitglied einer Kantonsregierung, die Landespolitik mitzugestalten und mich in den Dienst unseres wunderbaren Landes und seiner Bevölkerung zu stellen», sagt Z'graggen.

«Nur wenn Frauen sich zur Wahl stellen, können sie nominiert und gewählt werden. »

Heidi Z'graggen

Als Exekutivpolitikerin und Mitglied der Kantonsregierung des Kantons Uri weist sie 14 Jahre Erfahrung in einer Kollegialbehörde aus. «Durch meine Tätigkeit als Regierungsrätin und als Mitglied von mehreren schweizerischen Regierungskonferenzen bin ich mit bundespolitischen Themen vertraut», wie sie in ihrer Stellungnahme von Donnerstag schreibt. Des weiteren führt sie die Genderdiskussion ins Feld: «Wir alle wissen, dass die Frauen in den meisten politischen Gremien der Schweiz untervertreten sind. Nur wenn Frauen sich zur Wahl stellen, können sie nominiert und gewählt werden.» Es sei ihr wichtig, «dass ich mich der Bundeshausfraktion der CVP Schweiz gerade als Frau zur Wahl stelle». Doch nicht nur das Geschlecht betont sie in der Mitteilung, sondern auch die Herkunft: Die Zentralschweiz soll nach fünfzehn Jahren wieder im Bundesrat vertreten sein.

Bei der Eröffnung des neuen Sessellifts in der Skiarena Andermatt-Sedrun war sie ebenfalls dabei: Z'graggen (ganz links) an der Seite von Marc Girardelli, Peter Furger, Josef Dittli, Samih Sawiris und Bernhard Russi (von links). (Bild: Elias Bricker, 10. März 2018))
Die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen spricht anlässlich einer Buchvernissage in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Bürglen. (Bild: Urs Hanhart, 24. Oktober 2017))
Zur Einbürgerungsfeier händigt Z'graggen der aus Serbien stammenden Familie Lazic die Landrechtsurkunde aus. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 2. November 2017))
Auch bei Regen gut gelaunt: Z'graggen am Zürcher Sechseläuten. (Bild: Roger Grütter (Zürich, 18. April 2016))
Z'graggen in Gurtnellen. (Bild: Urs Hanhart, 28. Februar 2016)
Steht sie hier neben ihrem künftigen Arbeitskollegen? Z'graggen mit Bundesrat Ueli Maurer und alt Bundesrat Adolf Ogi an der Gedenkfeier «75 Jahre Rütlirapport» auf dem Rütli. (Bild: Nadia Schärli (Seelisberg, 25. Juli 2015))
Alt Bundesrätin Ruth Metzler und Z'graggen an der Premiere des Freilichtspiels «Tell trifft Wagner». (Bild: Bruno Arnold (Seelisberg, 31. Juli 2013))
Auch in Luzerner Gesellschaft heiter: CKW-Verwaltungsrätin Heidi Z'graggen mit ihrem VR-Kollegen Marcel Schwerzmann an der CKW-Generalversammlung. (Bild: Remo Nägeli (Luzern, 25. Januar 2013))
Besuch aus Südamerika: Regierungsrätin Z'graggen mit Nationalrätin Gabi Huber und einer Delegation aus Uruguay. (Bild: Mario Wittenwiler (Altdorf, 22. September 2012))
Z'graggen mit Maria Magdalena de Lima Moreno, Bürgermeisterin von Nueva Helvecia in Uruguay. (Bild: Mario Wittenwiler (Altdorf, 22. September 2012))
2012 wird Z'graggen zum dritten Mal in den Urner Regierungsrat gewählt. Zusammen mit Josef Dittli, Beat Arnold, Beat Jörg und Markus Züst (von links) schafft sie die Wahl im ersten Wahlgang. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 11. März 2012))
Z'graggen im Wahlkampf 2012: Podium mit Beat Arnold, Josef Dittli und Markus Züst (von links). (Bild: Dominik Wunderli (Altdorf, 26. Februar 2012))
Bei der Arbeit im Urner Landrat: Frau Landammann Z'graggen mit Finanzdirektor Josef Dittli und Bildungsdirektor Beat Jörg. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 18. Juni 2014))
Spatenstich fürs Hotel Chedi: Z'graggen und Samih Sawiris in Andermatt. (Bild: Urs Hanhart, 26. September 2009)
Grundsteinlegung fürs Hotel Chedi in Andermatt mit Samih Sawiris, Andermatter Gemeindepräsident Karl Poletti, Heidi Z'graggen und Akira Moreno, dem künftigen Betreiber des Chedi. (Bild: Pius Amrein, 31. August 2010)
Zum Wohl! Z'graggen am Aufrichtfest fürs Hotel Chedi mit Samih Sawiris und dem Andermatter Gemeindepräsidenten Roger Nager. (Bild: Dominik Wunderli (Andermatt, 9. November 2011))
Die Medien hat sie «im Griff»: Nach der Fernsehsendung zum Gotthard-Durchstich in Göschenen wagte Regierungsrätin Z'graggen ein Tänzchen mit SF-Moderater Urs Leuthard. (Bild: Urs Hanhart,
15. Oktober 2010)
2010: Z'graggen verkündet ihre Ständerats-Kandidatur am Ufer des Urnersees. (Bild: Daniel Regli (Altdorf, 4. Februar 2010))
Jean-Frédéric Jauslin, Direktor des Bundesamts für Kultur, und Justizdirektorin Z'graggen diskutieren über schützenswerte Urner Ortsbilder. (Bild: Urs Hanhart, 18. März 2009))
Z'graggen im extravaganten Outfit an der Vereidigungsfeier für den Regierungs- und Landrat 2008. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 2. Juni 2008))
Auch Elektrobikes zu fahren, macht ihr Freude: Z'graggen und vier Urner Landräte kamen 2007 von Erstfeld mit dem Velo zur Landratssession. (Bild: Markus Zwyssig (Altdorf, 4. Juni 2007))
Schwindelfrei: Z'graggen an der Eröffnung der Hängebrücke in Gurtnellen im Jahr 2007. (Bild: Sven Aregger (14. Juni 2007))
22 Bilder

Lachen, Tanzen, Skifahren: Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen in Bildern

Der Urner Isidor Baumann verzichtet auf Kandidatur

Als möglichen Kandidaten gehandelt wurde in den vergangenen Tagen auch der Urner CVP-Ständerat Isidor Baumann aus Wassen. Er sei aber nach reiflicher Überlegung zum Schluss zu kommen, zu Gunsten von Heidi Z'graggen nicht als Bundesrat zu kandidieren, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Bei seinen Überlegungen habe auch sein Alter eine Rolle gespielt. Baumann ist 63 Jahre alt.

Die 52-Jährige Heidi Z’graggen hat Politwissenschaften an der Universität Bern studiert. Ihr Studium schloss sie im Jahr 2000 ab. Anschliessend verfasste sie ihre Dissertation zum Thema «Professionalisierung von Parlamenten im historischen und internationalen Vergleich». Währenddessen war sie bis 2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Bern.

Politisch legte die in Erstfeld wohnhafte Heidi Z’graggen eine steile Karriere hin. Von 2000 bis 2005 hatte sie das Präsidium der CVP Uri inne. 2004 wurde sie in den Regierungsrat des Kantons Uri gewählt. Als Justizdirektorin konnte sie wichtige Exekutiverfahrungen sammeln und grossen Geschäften zum Durchbruch verhelfen.

Auf eidgenössischer Ebene «gut vernetzt»

So ist sie als Regierungsrätin und Vorsitzende des regierungsrätlichen Ausschusses mitverantwortlich für die Realisierung des Tourismusresorts in Andermatt, die interkantonale Skigebietsverbindung zwischen der Surselva und dem Urserntal sowie die Förderung der Biodiversität im Berggebiet mit der Umsetzung des kantonalen Wildheuförderprogramms. In ihre Amtstätigkeit fielen auch Projekte wie die Eröffnung der Neat, die Planung der West-Ost-Verbindungsstrasse im Urner Talboden und jene des Kantonsbahnhofs, für welche sie als Verantwortliche für die Raumentwicklung im Kanton Uri wichtige Grundlagen gelegt hat.

Heidi Z’graggen ist zudem als langjährige Regierungsrätin, Präsidentin der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission, als Mitglied von mehreren Regierungskonferenzen und als ehemaliges Mitglied des Präsidiums der CVP Schweiz auch auf eidgenössischer Ebene gut vernetzt.

CVP-Frauen Schweiz wollen zwei Frauen

Die CVP-Frauen Schweiz nehmen die Kandidatur für das Bundesratsamt von Regierungsrätin Heidi Z'graggen erfreut zur Kenntnis, schreibt Babette Sigg Frank, Präsidentin der CVP-Frauen Schweiz. Für die Frauenvereinigung sei der Weg zu mindestens «einem gemischten Doppel, einem Zweierticket, frei». Nach wie vor würden sie aber eine weibliche Zweierkandidatur bevorzugen, schreiben sie weiter und fügen an: «Wie schon vor einem Jahr wünschen wir uns eine Bundesrätin.» (kuy)

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