Urner Rettungsschwimmer geben Badenden Ratschläge

Die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft will mit gezielten Aktionen Badeunfälle verhindern. In Uri wurde am Wochenende am Urnersee sowie am Golzernsee informiert.

Markus Zwyssig
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Urner Rettungsschwimmer waren zusammen mit der Seepolizei am Ufer des Urnersees unterwegs, um die Menschen auf die Baderegeln aufmerksam zu machen.

Urner Rettungsschwimmer waren zusammen mit der Seepolizei am Ufer des Urnersees unterwegs, um die Menschen auf die Baderegeln aufmerksam zu machen.

Bild: PD

Rund ein Dutzend Rettungsschwimmer waren mit Kindern sowie mit Unterstützung der Seepolizei am vergangenen Wochenende unterwegs, um die Menschen am See auf die Baderegeln aufmerksam zu machen. Im Flüeler Gruonbach, im Reussdelta, zwischen Isleten und Bauen sowie am Golzernsee trafen die verschiedenen Gruppen auf viele Badende. Besonders am Sonntag waren nebst Urnern auch zahlreiche Besucher aus dem Aargau, aus Bern, Luzern und Schwyz am Urnersee. Das zeigte sich an den Autonummern auf den voll besetzten Parkplätzen.

Rettungsschwimmer sind zusammen mit ihren Kindern und der Polizei im Reussdelta unterwegs.

Rettungsschwimmer sind zusammen mit ihren Kindern und der Polizei im Reussdelta unterwegs.

Bild: Markus Zwyssig (Seedorf, 5. Juli 2020)

Kleinkinder nie aus den Augen lassen

Und wie wurde die Aktion der Rettungsschwimmer aufgenommen? Die Menschen am See hätten die Kampagne begrüsst, sagt Rettungsschwimmerin Sara Ineichen. «Viele haben spontan von eigenen Erlebnissen erzählt.» Dabei sei immer wieder deutlich geworden, wie schnell etwas passieren kann. «Manchmal braucht es nur einen kurzen Moment der Unachtsamkeit. Vor allem auch Kleinkinder sind sehr gefährdet.» Das hätten gerade kürzlich wieder die schweren Unfälle in der Schweiz und im Ausland gezeigt, bei denen Kleinkinder im Pool ertrunken sind oder im letzten Moment gerettet werden konnten. «Kleinkinder darf man nie aus den Augen lassen», sagt Sara Ineichen.

«Solche Aktionen, wie wir sie am Wochenende durchgeführt haben, sind sehr wichtig, um bei den Menschen die Baderegeln in Erinnerung zu rufen», sagt Sara Ineichen. Sehr entgegenkommend habe sich insbesondere auch die Gemeinde Silenen gezeigt, so die Flüeler Rettungsschwimmerin: «Die Silener übernahmen nicht nur die Kosten für die Bahn nach Golzern, sondern bezahlten auch das Mittagessen.»

Erste Hilfe bei Schnittwunden geleistet

Die Rettungsschwimmer sprachen aber nicht nur über Baderegeln und verteilten Pflästerli. Sie waren auch mit Erster Hilfe zur Stelle. So halfen sie Kindern, die auf Scherben getreten waren und sich in die Füsse geschnitten hatten. «Nicht nur im Wasser, sondern auch am Ufer muss man aufpassen», sagt Sara Ineichen. Sie findet es schade, dass die Leute ihre Glasflaschen einfach wegwerfen. «Es wäre toll, wenn die Leute zu unseren schönen Badeplätzen besser Sorge tragen würden. Wir haben hier im Kanton Uri super schöne Seeplätzchen, die allen offen stehen – und dass erst noch ohne Eintritt Da sollte es doch selbstverständlich sein, dass man den Abfall mitnimmt.»

Hinweis: Die SLRG Sektion Uri sucht interessierte Personen, welche sich ebenfalls als Rettungsschwimmer engagieren wollen. Sie bietet laufend Kurse und Trainings an. Weitere Infos gibt es unter www.slrg-uri.ch

Urner Rettungsschwimmer machen zusammen mit ihren Kindern Menschen am Ufer des Urnersees auf die Baderegeln aufmerksam.

Urner Rettungsschwimmer machen zusammen mit ihren Kindern Menschen am Ufer des Urnersees auf die Baderegeln aufmerksam.

Bild: PD