URNER REUSSDELTA: Entschädigung wegen Nutzung des Reussdeltagebiets

Die Korporation Uri soll vom Kanton für die öffentliche Nutzung des Reussdeltagebiets während 25 Jahren mit total 1,7 Millionen Franken entschädigt werden. Die Urner Regierung beantragt dem Landrat einen entsprechenden Verpflichtungskredit.

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Das Gebiet Schanz im Urner Reussdelta. (Bild: Daniel Regli / Neue UZ)

Das Gebiet Schanz im Urner Reussdelta. (Bild: Daniel Regli / Neue UZ)

Die Entschädigung sei gerechtfertigt, heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichen Bericht des Regierungsrats. Aus den gesetzlichen Schutzmassnahmen und den Erholungsanlagen würden sich Einschränkungen ergeben, die die Korporation in besonderer Weise treffen würden.

Die Korporation Uri besitzt im Reussdeltagebiet mehrere Liegenschaften. Diese stellt sie freiwillig Einheimischen und Touristen für die Naherholung und zum Baden zur Verfügung.

2011 ersuchte die Korporation die Urner Regierung um eine Abgeltung. Im Jahr davor war ihre Beteiligung an den Konzessionsabgaben beim Kiesabbau im Reussdelta aufgehoben worden.

Anfang 2014 einigten sich die Korporation Uri und der Regierungsrat auf einen Entwurf für eine Entschädigung. Gemäss dem Antrag der Regierung ans Parlament soll die Korporation jährlich rund 70'000 Franken erhalten. Im Gegenzug darf eine Fläche von rund 88'000 Quadradmetern im Reussdelta während den nächsten 25 Jahren öffentlich genutzt werden.

Berechnungsgrundlage für die Entschädigung ist der Landwert. Die Entschädigung für das Jahr 2014 soll der Landrat als Nachtragskredit zum Budget bewilligen. (sda)