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Urner Sänger thematisiert Depressionen

Matteo Gisler aus Altdorf hat eine neue Single veröffentlicht. Trotz fröhlicher Melodie hat der aktuelle Song des 20-jährigen Singer-Songwriters viel Tiefgang, den man erst beim zweiten Hinhören entdeckt.
Markus Zwyssig
Der Urner Singer-Songwriter Matteo Gisler will mit seiner Band schon bald mit neuen Songs an die Öffentlichkeit treten. (Bild: Marc Püntener)

Der Urner Singer-Songwriter Matteo Gisler will mit seiner Band schon bald mit neuen Songs an die Öffentlichkeit treten. (Bild: Marc Püntener)

Matteo Gislers neuer Song «Grayscale» handelt vom Umgang mit Depressionen. «Gleich mehrere Menschen in meinem persönlichen Umfeld waren davon betroffen», sagt Matteo Gisler. Er habe sich deshalb mit der psychischen Krankheit, die jeden treffen kann, intensiver beschäftigt. Zentral im Song sind die Erkenntnisse einer Studie, von der er gelesen hat. «Darin stand, dass Menschen mit Depressionen Farben um sich herum nur noch sehr blass oder sogar schwarz und weiss sehen.» Das war die Grundlage für den Song «Grayscale», was auf Deutsch «Graustufen» heisst.

Der Song weist einen Tiefgang auf, den man aber nur mitbekommt, wer sich den Text genau anhört. Das ist ähnlich wie bei Depressionen. Wenn ein Mensch depressiv ist, erkennt man das meist nicht auf den ersten Blick.

Gesellschaftskritisches statt kitschige Love-Songs

Matteo Gisler hat hohe Ansprüche an seine Songs. Mit belanglosen Texten gibt er sich nicht zufrieden. Er brauche eine Message, sagt er. «Von kitschigen Love-Songs halte ich nichts.» Bereits in seinem bisher bekanntesten Song «Nowhereland» verpackte der 20-Jährige hinter einer eingängigen Melodie leise Gesellschaftskritik. All zu aufdringlich will er mit seiner Stimme und seiner Gitarre dann aber doch nicht sein. «Was ich zu sagen habe, geht auf Englisch einfacher als auf Deutsch.» Viele fänden ein Lied cool, ohne den Text genau zu verstehen. Das ist für ihn auch okay.

Auf die Frage nach musikalischen Vorbildern muss Matteo Gisler passen. Erstaunlich ist, dass er zu Hause nicht Musik von Singer-Songwritern hört, sondern eher Hip-Hop und Songs von Indie-Künstlern.

Auftritt an der «Uri 18» hat sich gelohnt

Der Singer-Songwriter war bereits am Songbird Festival Davos, beim Stars in Town in Schaffhausen oder im Konzerthaus Schüür in Luzern zu hören. Matteo Gisler trat auch an der Wirtschafts- und Erlebnismesse Uri 18 auf. Und weil er auf einer kleineren Bühne stand, fühlte er sich fast wie ein Strassenmusiker. Dadurch konnte er sein Publikum im Kanton Uri stark erweitern. Viele Menschen blieben stehen und hörten zu. «Die Auftritte gaben mir die Möglichkeit, meine Musik auch Menschen vorzuspielen, die sonst weniger an meine Konzerte kommen», sagt er.

In den vergangenen Jahren hat er jeweils um die 30 Konzerte gegeben. Zurzeit ist es etwas ruhiger geworden. «Dieses Jahr dürften es alles in allem rund 15 Konzerte werden.» Matteo Gisler ist gelernter Informatiker. Bis Februar 2019 absolviert er den Zivildienst in der Stiftung Papilio in Altdorf. Das fordert ihn, wie er selber sagt. «Bei den Kindern muss man immer präsent sein. Als Informatiker kann man eher zwischendurch einmal ein bisschen abschalten.»

Neue Songs zu schreiben, ist gar nicht so einfach

Matteo Gisler tritt nicht mehr unter seinem eigenen Namen, sondern als «kind of a mate» auf. Dieser Name funktioniert, ob Matteo Gisler alleine, im Duo oder mit der Band unterwegs ist. «Es soll mehr ein Band-Ding werden», sagt der 20-Jährige. Die Mitmusiker Elia Trachsel (Drums), Max Wipfli (Bass) und Luca Zberg (Gitarre) sollen an Bedeutung gewinnen. Neu ist zudem Sämi Brunner (Keyboards) mit dabei.

Bisher hatte Matteo Gisler die Songs geschrieben. Jetzt sollen alle vermehrt sich daran beteiligen. Entsprechend Gewicht wird auf die Proben im Bandraum gelegt. «Wir wollen uns neue Songs auch gemeinsam erarbeiten.» Die Band will nämlich schon bald mit neuen Songs an die Öffentlichkeit treten. Immer dieselben Songs zu spielen, sei auf die Dauer langweilig. Aber der Songschreiber weiss auch: «Das tönt einfacher, als es ist.» Themen habe er zwar mehr als genug. Aber alles auch noch in eine nette, eingängige Melodie zu verpacken, ist eben doch nicht so einfach, verrät Matteo Gisler.

Hinweis

Das nächste Konzert findet am 26. Oktober im Treibhaus in Luzern statt.

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