Urner Schüler weihen Strecke für die besten Schweizer Langläufer ein

Julia Gisler und Tino Schuler heissen die neuen Urner Schulsportmeister in der nordischen Disziplin.

Josef Mulle
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Die Schülermeister Julia Gisler und Tino Schuler mit Urs Gisler, Chef EWA Jugendcup.

Die Schülermeister Julia Gisler und Tino Schuler mit Urs Gisler, Chef EWA Jugendcup.

Bild: Josef Mulle

Ein richtig schöner Winterabend, dazu top präparierte Loipen – unter diesen Bedingungen wurden am vergangenen Mittwochabend die 12. Schulsportmeisterschaften nordisch im Langlaufzentrum SSU Realp gestartet. Die rund 50Urner Schüler durften somit die Strecke der kommenden Nordisch-Schweizer-Meisterschaften einweihen.

Über die Teilnehmerzahl freute sich der Wettkampfleiter und neue Chef Langlauf-Jugendcup Urs Gisler besonders: «Trotz etlicher krankheitshalber erfolgten Absenzen ist die Teilnahme als sehr erfreulich zu bezeichnen. Darunter hat es doch etliche Talente, die bereits auch auf nationaler Ebene für Furore sorgten.»

Tino Schuler ist Tagesschnellster

Den Hauptharst mit 19 Teilnehmern stellte der Urner Vorzeigeclub SC Unterschächen mit seinem Erfolgstrainer Roman Bricker, gefolgt vom SC Gotthard Andermatt (16), und dem SSC Schattdorf mit 15 Teilnehmern. Sehr erfreut zeigte sich Urs Gisler über den Aufmarsch der jungen Garde des SC Gotthard Andermatt, deren Leiter Josua Regli für die Loipenpräparation und als Helfer der Veranstaltung zur Verfügung stand. Auch der SSC Schattdorf entwickelt sich unter seinem initiativen Leiter Roger Gisler wieder zu der einst gewesenen Langlaufhochburg.

Die Rennen erfolgten durch Massenstart, und wurden in der freien Technik gelaufen. In den meisten Kategorien wurden die rennerprobten Läuferinnen und Läufer ihren Favoritenrollen gerecht. In den untersten Kategorien stand die Freude am Mitmachen klar im Vordergrund. In den Kategorien U8 und U10, die 1,4 Kilometer zurückzulegen hatten, liefen Aline Baumann und Mario Briker, beide SC Unterschächen, Bestzeit und auch in der nachfolgenden Kategorie U12 (zweimal 1,4 Kilometer) waren die beiden Seriensieger aus Unterschächen, Elena Frei und Nico Briker, nicht zu schlagen.

Die Kategorien U14 und U16, aus denen die Schülermeister ermittelt wurden, hatten die Strecke von dreimal 1,4 Kilometer zusammen mit der offenen Kategorie Leiter, Damen und Herren zu absolvieren. Bereits in der ersten Runde enteilte der Nachwuchsbiathlet Tino Schuler, SC Gotthard Andermatt, der Konkurrenz und feierte den Schülermeistertitel gleichzeitig mit der absoluten Tagesbestzeit. Von einem Trainingslauf wollte die Urner Biathlon-Nachwuchshoffnung, er ist auch für die Langlauf-Schweizer-Meisterschaften der U16 qualifiziert, nichts wissen. «Ich gebe in jedem Rennen gleich welcher Art immer Vollgas und heute war es zudem spannend gegen doch auch ältere Läufer zu bestehen. Umso mehr freut mich natürlich die Tagesbestzeit und dass ich damit auch den Titel vom letzten Jahr verteidigen konnte», so seine Analyse.

Urner Schülermeisterin wurde Julia Gisler, SSC Schattdorf, die in Fachkreisen ebenfalls als Nachwuchshoffnung gehandelt wird. Tim Gisler, SC Unterschächen, und Linda Gisler, SSC Schattdorf, liessen sich als Sieger der Kategorie U14 ausrufen. Die schnellsten der offenen Kategorie waren Fiona Christen und Roby Kempf, beide SC Unterschächen.

Die 20.Urner Schülermeisterschaften fanden ihren Abschluss in der warmen Baracke des Zeughauses Realp, wo der neue Chef Urs Gisler mit seiner Frau Petra und weiteren Helferinnen den Läufertross überraschte. Alle, welche die Schülermeisterschaften absolviert hatten, konnten ein Paar Sportsocken, Sponsoring Imholz Sport, in Empfang nehmen.

Abschliessend dankte Urs Gisler den Sponsoren des EWA Langlauf-Jugendcup, aber auch Josua Regli vom SSU und vor allem Edi Schilter, der für alle internen Rennen des Jugendcups für die Zeitnehmung und das Erstellen der Ranglisten verantwortlich zeichnet. Mit dem letzten Rennen vom 6.März wird dann der EWA-Jugend-Langlaufcup abgeschlossen. Dann findet auch die grosse Ehrung der Gesamtsieger und Übergabe der Preise an die Teilnehmer statt.