Urner Sommerprojekt für fremdsprachige Kinder und Jugendliche stösst auf grosses Interesse

Eigene Deutschkenntnisse verbessern und die hiesigen Vereine kennen lernen – zwei Wochen lang nutzten Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund die vielfältigen Angebote.

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(RIN) Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund erhielten auch dieses Jahr die Möglichkeit, im Rahmen eines Sommerprojekts ihre Deutschkenntnisse anzuwenden sowie verschiedene Vereine und Aktivitäten kennen zu lernen. Rund 35 Kinder nahmen auf zwei Wochen verteilt an den Angeboten teil.

In der Ludothek in Altdorf stand spiel und Spass im Vordergrund.

In der Ludothek in Altdorf stand spiel und Spass im Vordergrund.

Bild: PD

Dank dem Engagement verschiedener Vereine und Privatpersonen konnte wieder ein attraktives Programm durchgeführt werden. An insgesamt sieben Tagen, zwischen dem 13. und 23. Juli, konnten Kinder und Jugendliche, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, verschiedene Programme besuchen: Theaterworkshop, Ziegentrekking, Besuch in der Ludothek, Klettern und vieles andere mehr. Das Projekt wurde auch heuer von der Ansprechstelle Integration der Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) sowie vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) organisiert und über das Kantonale Integrationsprogramm finanziert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zwischen sechs und vierzehn Jahren alt und stammen aus Ländern wie Portugal, Eritrea, Syrien, Sri Lanka und Griechenland.

Es wurde Fussball gespielt, geklettert oder gejasst

Neben der Förderung und Anwendung der Deutschkenntnisse auf spielerische Art und Weise wurde auch das Ziel verfolgt, dass die Kinder und Jugendlichen hiesige Vereine kennen lernen, wie die Bildungs- und Kulturdirektion in einer Mitteilung schreibt. So konnten die Kinder dank dem Angebot der SAC-Sektion Gotthard eine Kletterwand erklimmen oder mit dem FC Altdorf Fussball spielen. Auch die von Privatpersonen organisierten Programme wie «Wo ist Walterli?» oder der Spielvormittag mit Jasskarten waren Highlights für die Kinder und Jugendlichen.

Erstmals durchgeführt wurde das Sommerprojekt im Jahr 2018. Es geht zurück auf die Parlamentarische Empfehlung von Toni Moser, Bürglen, zu «Flüchtlinge – Beschäftigung und Integration», die der Landrat im Einklang mit dem Regierungsrat im April 2017 überwiesen hatte. Damit wurde dem Regierungsrat unter anderem empfohlen, das Angebot einer Sommerschule für Kinder und Jugendliche aus dem Asyl- und Flüchtlingswesen zur Verbesserung von deren Deutschkenntnisse zu prüfen. Eine Projektgruppe unter der Leitung der BKD kam daraufhin zum Schluss, dass der Bedarf für ein solches Angebot vorhanden ist und dass im Sommer 2018 ein Pilotversuch lanciert werden soll. Die zweite Auflage folgte im Sommer 2019.