Urner Stier verärgert Red Bull

Der rote Uristier auf den «Stiär Biär»-Flaschen muss weg. Das fordern die Anwälte von Red Bull. Nun lenken die Urner Bierproduzenten ein.

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Braumeister Michael Heilmair (links) mit der verbotenen und Geschäftsführer Mario Muther mit der neuen Flasche. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Braumeister Michael Heilmair (links) mit der verbotenen und Geschäftsführer Mario Muther mit der neuen Flasche. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Der Uristier auf der Etikette des Urner Biers Stiär Biär wurde arg in Mitleidenschaft gezogen – zumindest jener Stier, der neu auf den Flaschen der Biersorte «Äs Roots» abgebildet ist. Ein Horn des Stiers ist abgebrochen. Zudem ist das eine Auge rotblau unterlaufen – als ob der Stier gerade einen Kampf verloren hätte. Und was wohl am meisten auffällt: Der Stier ist neu nicht mehr rot, sondern schwarz.

Grund für die neue Etikette des roten Stiär Biär ist ein Streit mit dem österreichischen Getränkekonzern Red Bull. Das ergaben Recherchen der Neuen Urner Zeitung. Die Urner Bierproduzenten, die seit bald zwei Jahren professionell eine Kleinbrauerei in Altdorf betreiben, erhielten kürzlich ein Schreiben. Darin fordert eine Juristin die Geschäftsführung von Stiär Biär darin auf, dass der rote Stier unverzüglich von der Bieretikette zu entfernen sei. Ansonsten werde Red Bull rechtliche Schritte gegen die Urner Kleinbrauerei einleiten.

Die Geschäftsführung von Stiär Biär kam der Forderung von Red Bull nach. Die Altdorfer Grafikerin Charlotte Germann hat die Bieretikette nun überarbeitet.

Elias Bricker

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