Urner Strom wird günstiger

Das EWA gewährt wegen der ergiebigen Stromproduktion einen Sonderrabatt. Allgemein bleiben die Preise stabil.

Florian Arnold
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Die Stromproduktion mit Wasser (hier das Staubecken in Isenthal) war im vergangenen Jahr besonders ergiebig.

Die Stromproduktion mit Wasser (hier das Staubecken in Isenthal) war im vergangenen Jahr besonders ergiebig.

Bild: PD

as EWA senkt im kommenden Jahr die Preise für den «Urstrom», dies mit einem Sonderrabatt von 5 Prozent auf den Energiepreis der Basisprodukte, wie gestern bekanntwurde. In der aktuell anspruchsvollen Zeit komme dies der Urner Bevölkerung und dem Urner Gewerbe zugute, so das EWA. «Die vergangenen Jahre waren bezüglich Stromproduktion aus Wasserkraft ergiebig», erklärt Werner Jauch, Vorsitzender der EWA-Geschäftsleitung. «Die Wassermenge, die zur Nutzung zur Verfügung stand, war hoch», sagt Jauch.

Mehr Niederschlag bringt nicht zwangsläufig mehr Strom – «nur wenn wir auf den Anlagen eine sehr hohe Verfügbarkeit bereitstellen können», so Jauch. Dies sei durch stetige Modernisierungen und optimalen Unterhalt möglich gemacht worden, wie er erklärt. Ausserdem habe man durch Investitionen die Effizienz der Kraftwerke erhöht.

Produktionskosten waren tiefer

Grundsätzlich ergibt sich der Strompreis aus verschiedenen Komponenten: die Stromproduktion (Energiepreis), die Nutzung des Netzes zur Übertragung des Stroms (Netznutzung) sowie Abgaben ans Gemeinwesen und der Beitrag an die nationale Förderung von erneuerbarer Energie. Die Produktionskosten für die Energie waren in letzten zwei Jahren etwas tiefer. «Dies lässt sich einfach erklären», sagt Jauch. «Wenn man die Gesamtkosten durch mehr Kilowattstunden teilen kann, ergibt sich ein niedrigerer Preis.» Diesen positiven Effekt will man nun den Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung in Form eines Sonderrabatts weitergeben.

Die Urstrom-Basisprodukte bestehen aus 100 Prozent Urner Wasserkraft. Daneben bietet das EWA auch Urstrom Plus und Urstrom Sun an. Der umweltfreundliche Strom wurde von «naturemade star» zertifiziert. Auch deren Preise sollen sinken. Urstrom Plus aus Wasserkraft-, Windkraft- und Fotovoltaikanlagen aus dem Kanton Uri wird um 2 Rappen pro Kilowattstunde günstiger. Bei Urstrom Sun aus 100 Prozent Urner Fotovoltaikanlagen liegt der Preis künftig um vier Rappen pro Kilowattstunde tiefer.

Werner Jauch geht davon aus, dass die Strompreise für die kommenden Jahre relativ stabil bleiben. Ob auch nach 2021 ein Rabatt gewährt werden könne, werde sich zeigen. Durch die Eigenproduktion werde man aber allgemein unabhängiger vom Strommarkt, so Jauch. Der Kanton Uri sei somit auf dem richtigen Weg.

Auch die CKW senken die Preise

Neben dem EWA hat auch der Mutterkonzern CKW entschieden, die Tarife für die Grundversorgung 2021 befristet um rund 20 Prozent gegenüber dem seit 2019 stabil gebliebenen Normaltarif zu reduzieren, wie es in einer entsprechenden Mitteilung heisst. Auch dort sind es vor allem kleinere und mittlere Unternehmen, die von dieser Senkung profitieren. «Trotz steigender Anforderungen durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien kann CKW die Netztarife für Privat- und Geschäftskunden stabil halten.» Auch die öffentlichen Abgaben (unter anderem Netzzuschlag und Konzessionsgebühren) bleiben unverändert.

Weitere Informationen gibt es unter www.ewa.ch.

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