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Urner SVP fasst Ja-Parolen zu kantonalen Abstimmungen – und unterstützt Z'graggen und Dittli

An ihrer Parteiversammlung haben die Urner SVP-Mitglieder ihre Parolen für die kommenden kantonalen Abstimmungen gefasst. Heidi Z'graggen stattete den SVPlern einen Besuch ab.
Lucien Rahm
SVP-Nationalratskandidat Pascal Blöchlinger (Mitte) stellte sich seinen Parteikollegen nochmals ausführlich vor. Am Rednerpult: Parteipräsident Christian Arnold. (Bild: Lucien Rahm, Attinghausen, 12. September 2019)

SVP-Nationalratskandidat Pascal Blöchlinger (Mitte) stellte sich seinen Parteikollegen nochmals ausführlich vor. Am Rednerpult: Parteipräsident Christian Arnold. (Bild: Lucien Rahm, Attinghausen, 12. September 2019)

Zu ihrer letzten Parteiversammlung vor den nationalen Wahlen haben sich die Mitglieder der SVP Uri am Donnerstag in Attinghausen getroffen. Parteipräsident Christian Arnold kam zum Start der Versammlung gleich einmal auf das Apfelplakat der SVP Schweiz zu sprechen. «Das hat relativ viel Staub aufgewirbelt in den Medien. Persönlich hätte ich das im Kanton Uri wohl nicht unterstützt.»

Nationalratswahl werde «eine enge Sache»

Dominierendes Thema an diesem Abend waren jedoch die anstehenden National- und Ständeratswahlen. Seit der letzten Parteiversammlung hätten sie zur Kenntnis genommen, dass auch die anderen Parteien Nationalratskandidaten nominiert haben, sagte Arnold. Sie hätten diesbezüglich das Gespräch gesucht mit FDP und CVP. «Wir haben ihnen gesagt, dass es nicht sehr schlau ist, wenn alle bürgerlichen Parteien einen eigenen Kandidaten stellen.» Es werde eine Herausforderung, den bürgerlichen Urner Nationalratssitz unter diesen Umständen halten zu können. «Denn die Stimmen werden sich unter ihnen aufteilen.»

Der ebenfalls anwesenden SVP-Nationalratskandidat Pascal Blöchlinger stellte sich und seine Ansichten seinen Parteikollegen nochmals ausführlich vor. Die Wahl um den Nationalratssitz werde «eine enge Sache». Aber er wolle Optimismus verbreiten, auch wenn andere Kandidaten mit bekannten Nachnamen im Rennen seien. «Über meine Analyse der Gegner möchte ich hier aber jetzt nichts sagen.» Er bat die Anwesenden, kräftig für ihn zu weibeln.

Heidi Z'graggen stellte sich Fragen der SVP-Mitglieder

Quasi als «Special Guest» betrat CVP-Ständeratskandidatin Heidi Z'graggen im Verlauf des Abends den Saal im ersten Stock der Attinghauser Pouletburg. In einer kurzen, mit Zitaten des Dichters Heinrich Danioth gespickten Ansprache legte sie den SVPlern ihre Ansichten und Ziele dar.

Würde sie sich auch für eine «gute Lösung» hinsichtlich Axenstrasse einsetzen, wollte ein SVP-Mitglied von ihr wissen. «Dieses Thema ist extrem wichtig, da werde ich mich sicher dafür einsetzen.» Wie sehe es bei der «Verbandsbeschwerderei» aus, fragte Christian Arnold den Gast Z'graggen. «Ich denke nicht, dass sich das in nächster Zeit ändern wird. Ich persönlich habe das Verbandsbeschwerderecht als hindernd erlebt, aber auch als positiv.» Eine Ausdehnung oder Abschaffung werde sie aber in Bern sicher nicht anstreben. Das Rahmenabkommen mit der EU, wie es jetzt auf dem Tisch liegt, solle man überdies nicht unterzeichnen, sagte Z'graggen.

Die Parteileitung der SVP habe entschieden, dass sie Josef Dittli und Heidi Z'graggen unterstützen wollen, sagte Christian Arnold im Anschluss an Z'graggens Besuch. «Das gute Heidi ist halt immer wie ein Fisch – man kann sie nicht fassen», sagte ein SVP-Mitglied während der anschliessenden Diskussion. Dennoch solle man sie wählen, damit frische Leute nach Bern kommen. Die Versammlung folgte der Parteileitung mit 19 Ja- zu 8 Neinstimmen, bei zwei Enthaltungen.

Kantonale Abstimmungen

Die Urner SVP-Mitglieder fassten an der Versammlung auch ihre Parolen für die kantonalen Abstimmungen vom 20. Oktober. Sie befürworteten die Teilrevision des Steuergesetzes sowie auch den Verpflichtungskredit für die Digitalisierung der Steuerprozesse natürlicher Personen mit 25 zu 4 Stimmen. Bedenken meldete ein Mitglied bezüglich Hackerangriffen an. «Hundertprozentige Sicherheit gibt es da nie», sagte Kassier und Landrat Christian Schuler. Aber auch ein Steuercouvert könne mal verloren gehen. Die Sicherheit sei aber auch digital gewiss sehr hoch.

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