Urner SVP nutzt ihre Chance

Sven Aregger über den Ausgang der Nationalratswahlen im Kanton Uri.

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unknown (Bild: sven.aregger@urnerzeitung.ch)

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Es ist ein historischer Tag für die SVP Uri. Erstmals zieht sie ins eidgenössische Parlament ein – und zwar klar und deutlich. Mit Beat Arnold fährt derjenige Kandidat nach Bern, der als Regierungsrat den Urnern am besten bekannt war. Als Sicherheitsdirektor hat er zwar keine grossen Stricke zerrissen, sich aber auch keine groben Fehler geleistet. Mit diesem Triumph bei den Nationalratswahlen untermauert die SVP ihre mächtige Stellung in Uri.

Die SVP wusste die Gunst der Stunde zu nutzen, da sich die CVP als zahme Gegnerin erwies. Die wählerstärkste Urner Partei hat zu lange gezaudert und mit der Andermatter Landrätin Frieda Steffen auch keine mehrheitsfähige Kandidatin portiert. Damit provozierte die CVP eine rot-grüne Kandidatur in der Person von Annalise Russi, die ihr Stimmen wegnahm. Für die zögerliche Wahlstrategie erhielt die Mitte-Partei am Sonntag die Quittung. Das enttäuschende Abschneiden der Linken hingegen ist als Indiz zu werten, dass die Urner Gegner einer zweiten Röhre am Gotthard an Boden verlieren.

Sven Aregger, stellvertretender Redaktionsleiter