Urner SVP rät Listen anderer Parteien wegzuwerfen

In einem Flugblatt hat die Urner SVP die Wähler aufgefordert, bei den kantonalen Wahlen die SVP-Liste einzulegen und alle übrigen Listen wegzuwerfen – «da sonst ihre Wahl ungültig ist». Die Standeskanzlei hat das am Mittwoch richtiggestellt.

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Urner Wahlen 2008: Stimmenzähler werten in Altdorf die Wahlzettel aus. (Bild: Archiv Urs Hanhart / Neue UZ)

Urner Wahlen 2008: Stimmenzähler werten in Altdorf die Wahlzettel aus. (Bild: Archiv Urs Hanhart / Neue UZ)

Die Aufforderung der SVP sei missverständlich, hält die Standeskanzlei in einer Medienmitteilung fest. Für die Gültigkeit der Stimmabgabe spiele es keine Rolle, welche Partei-Listen verwendet würden. Entscheidend sei, dass jeweils nur ein einziger Wahlzettel respektive eine einzige Liste eingelegt werde.

Vandalen zerstören Plakate

Die SVP Uri beklagt sich, dass wiederum viele ihrer Wahlplakate mutwillig zerstört worden seien. Vor allem im Raum Gurtnellen seien Vandalen am Werk, schreibt die Partei in einer Medienmitteilung.

Deshalb greift die SVP Uri nun zu einer ungewöhnlichen Methode. Sie setzt auf die Vandalen eine Belohnung aus. Konkret: Wer der SVP Hinweise, Fotos oder Filme von Vandalenakten liefern kann, erhält von der Partei bis zu 500 Franken. Sie hofft, dass die Vandalen so überführt und verurteilt werden können.

Zudem schreibt die SVP Uri in ihrer Medienmitteilung: «Hinter den Attacken stehen meistens demokratiefeindliche politische Gegner, welche die Ernsthaftigkeit von Wahlen verkennen und die SVP-Exponenten zum Schweigen bringen wollen.»

sda/red